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AUF GEHT’S DACHSE!

Mit der HG 85 Köthen erwarten wir den Vorjahresfünften der Mitteldeutschen Oberliga. Mit 31:21 Punkten rangierten die Sachsen-Anhaltiner immerhin sechs Punkte hinter unseren Männern. Das ist der positive Teil der Statistik. Das Aufeinandertreffen beider Teams kann Köthen klar für sich entscheiden. Bisher steht nur ein Punktgewinn für die Dachse zu Buche. Statistik und die aktuelle Tabelle sprechen somit klar für unsere heutigen Gäste.

Eine Erklärung für den Fehlstart unseres Teams fällt schwer– der Kader ist handballerisch sehr gut ausgebildet und breit aufgestellt. Trotz der vielen verletzungsbedingten
Ausfälle waren Punktgewinne in allen Spielen möglich.

Doch wie schnell der Handball in den Hintergrund rücken kann, müssen wir in diesen Tagen erfahren. Die Nachricht vom plötzlichen Tod des Geschäftsführers unseres Hauptsponsors der BPM Gruppe, hat uns alle tief erschüttert. Mit Dr. Michael Neumann verliert die Stadt Freiberg einen Visionär und „Anpacker“. Noch vor dem Start in diese Saison wurde das Engagement mit der HSG Freiberg und einem klaren Ziel deutlich ausgeweitet. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Mitarbeitern, welchen wir für die Stunden des Abschieds und den anstehenden Aufgaben im Unternehmen Kraft und festen Glauben wünschen. Den heutigen Spieltag werden wir im Gedenken an Dr. Michael Neumann ausrichten.

Für ihn „Heimsieg“!

ESV Lok Pirna – HSG Freiberg 26:23 (11:12)

Aufgrund einer äußerst schwachen zweiten Halbzeit, in der vor allem im Angriff kaum noch etwas zusammenlief und vieles Stückwerk blieb, unterlagen die Männer der HSG Freiberg im wie immer emotional aufgeladenen Sachsenderby bei den Eisenbahnern von Lok Pirna mit 23:26 Toren und rutschten mit nunmehr 1:7 Punkten durch den gleichzeitigen Sieg des HBV Jena in Halle auf den letzten Platz der mitteldeutschen Oberliga ab!

Dabei machte die erste Halbzeit noch viel Mut, im vierten Saisonspiel endlich den ersten Sieg einfahren zu können!

Nach einem schnellen 2:5 Rückstand stabilisierte sich die Deckung zusehends und Dank aufopferungsvollen Kampfes des gesamten Abwehrverbandes gelangen den Bergstädtern zahlreiche Ballgewinne, die sie wiederum zu einigen einfach erzielten Treffern aus dem schnellen Tempogegenstoß heraus nutzten! Diese Stabilität in der Deckung verlieh schließlich auch dem Angriffsspiel der Gäste wesentlich mehr Sicherheit und Selbstvertrauen, so dass den Dachsen beim 6:6 (16.) erstmals wieder der Ausgleich und in einer fortan ausgeglichenen Partie durch einen Treffer von Jens Tieken unmittelbar vor der Pausensirene die 12:11 Halbzeitführung gelang.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte verloren die Freiberger jedoch vorerst jegliche Aggressivität in der Deckung, begleiteten den Gegenspieler nur noch anstatt ihn zu attackieren! Da zudem auch im Angriff jeglicher Spielfluss verloren ging, zudem das Timing in den Abläufen oft fehlte, rannte man sich mehr und mehr in der sehr körperbetont agierenden Pirnaer Deckung fest, nahm sich dazu unvorbereitete Würfe und fabrizierte mehrere technische Fehler, was die Elbestädter dankend annahmen und spätestens beim 18:15 (38.) das Spiel gedreht hatten!

Während sich in der Folge die Deckung – auch aufgrund der guten Leistung des in der Schlussviertelstunde eingwechselten Christoph Renzing im Tor – wieder stabilisierte, blieb der Angriff weiterhin ohne jede Durchschlagskraft, fehlten Tempo und das Spiel über die Außen bis auf wenige Ausnahmen komplett!

So war spätestens beim 18:22 (53.) die Partie gelaufen und ließ zahlreiche tief enttäuschte HSG-Fans in der Sporthalle am Sonnenstein zurück!

Text: Andreas Tietze

Statistik:
HSG: Tino Hensel (1.-20. Min. und 31. bis 39. Min.), Richard Meinicke (21.-30. Min. und 40. bis 45. Min.), Christoph Renzing (46.-60. Min);  Felix Lehmann (1), Martin Schettler (6), Felix Kempe (4), Björn Richter (3/2), Alexander Matschos (1), Hannes Rabe, Matej Harvan (2), Jens Tieken (1), Nico Werner (3), Martin Rom (2)
Zeitstrafen: HSG 10 Min.; PIR 12 Min.
Siebenmeter: HSG 2/4; PIR 0/0
Schiedsrichter:  Toni Hempel / Tizian Tralles (Thüringer HV)
Zuschauer: 350

Vorbereitungsturnier in Oberlosa

Ohne Punktgewinn blieben die Männer der HSG Freiberg beim stark besetzten 8. Turnier um den Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Plauen!
Aufgrund zahlreicher verletzungs- und berufsbedingter Ausfälle ging es Cheftrainer Alexander Matschos vor allem aber auch um die individuelle Leistung der einzelnen Spieler sowie das Umsetzen bestimmter Vorgaben!
Zudem wurden trotz des schmalen Kaders einige leicht angeschlagene Spieler nicht in allen Spielen eingesetzt, was vor allen durch den kurzfristigen Einsatz von Christoph Oehme und Robert Jehmlich aus der zweiten Mannschaft möglich wurde!

Unter den gegebenen Bedingungen lieferten die Männer um den amtierenden Kapitän Felix Kempe in den drei Partien gegen die Oberligisten Plauen-Oberlosa, SV Anzing und Regensburg eine sehr ansprechende Leistung ab, wenngleich am Ende immer jeweils ein Tick fehlte, um erfolgreich das Parkett verlassen zu können!
Gegen den inzwischen von Andreas Bolomsky trainierten Drittligaaufsteiger HC Elbflorenz II schlitterten die Bergstädter in ein regelrechtes Debakel! Bei der 10:23 Niederlage fehlte gegen die offensive Dresdner 4:2 Deckung jegliches Spiel ohne Ball, was zu zahlreichen Ballverlusten und Tempogegenstößen des Kontrahenten führte, wobei aber auch in der Deckung viele Defizite in 1:1-Situationen zu erkennen waren!
Nach dieser Vorführung zeigte das Team jedoch eine starke Reaktion, führte gegen den bayrischen Oberligisten aus Regensburg über weite Strecken der Partie, musste sich am Ende dann aber doch noch geschlagenen geben – auch weil in den letzten Minuten mit Hannes Rabe und Felix Kempe nur noch zwei Rückraumspieler zur Verfügung standen, von denen sich Letzterer auch noch mit Wadenkrämpfen herumschlug!

Positiv zu erwähnen bleibt auf jeden Fall der weitere Formanstieg der Neuzugänge Richard Meinicke im Tor und Martin Rom, der mit starken Aktionen und einer fehlerfreien Wurfquote am Kreis überzeugte!

HSG spielte mit:
Meinicke, Hensel, Renzing;
Meinecke (4), Kempe (6), Jahn (4),
Richter (3/1), Matschos (4), Rabe (11), Harvan (2), Oehme (1), Jehmlich, Werner (5/2) und Rom (8)

Resultate:
HSG – Plauen-Oberlosa 11:113
HSG – SV Anzing 14:18
HSG – HC Elbflorenz II 10:23
HSG – SG Regensburg 13:16

Endstand:

  1. HC Elbflorenz II 6:2 Punkte
  2. SV Anzing 6:2 Punkte
  3. SV Pl-Oberlosa 6:2 Punkte
  4. SG Regensburg 2:6 Punkte
  5. HSG Freiberg 0:8 Punkte

Text: Andreas Tietze

HSG Freiberg sichert in Aschersleben den Podiumsplatz

Die Spiele des vorletzten Ligaspieltages der Mitteldeutschen Oberliga werden alle zeitgleich angepfiffen und einige Spielausgänge des Samstagabend wurden für die mögliche Abschlussplatzierung mehrerer Teams entscheidend. Für die Freiberger Handballer war neben dem erstmaligen eigenen Sieg im Ascherslebener Ballhaus da auch die Partie des Zweiten (SV Plauen-Oberlosa) gegen den nur einen Zähler schlechteren HSG-Verfolger HC Burgenland hochinteressant.

Das Team hatte die ganze Trainingswoche nochmals hochkonzentriert und auf die Aufgabe fokussiert trainiert. Der junge Dominik Balin ragte dabei mit seiner Trainingsleistung so heraus, dass er von der ersten Spielminute an das Vertrauen des Trainerteams bekam und letztendlich mit seiner Leistung (19 Paraden) auch bestätigte. Die Gastgeber gingen schnell mit 2:0 in Führung, ehe Jens Tieken mit Beginn der dritten Spielminute für die Freiberger das erste Tor markierte. Fortan entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich die Dachse, erneut über Tieken, erstmals in der 11. Spielminute mit 7:6 in Front warfen. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Vorsprung verteidigt und lediglich beim 13:13 nochmals von Aschersleben kurzzeitig ausgeglichen. Mit einem knappen 15:14-Pausenstand hatten es die Dachse, bei gleichzeitigem Sieg der Oberlosaer im parallel laufenden Punktspiel, immer noch sehr gut in der eigenen Hand den dritten Tabellenrang in der zweiten  Halbzeit abschließend fest zu machen.

Nach dem Pausentee starteten die Freiberger besser in Partie und bauten den Spielstand bis zur 42. Minute auf 21:16 aus. Die Gastgeber griffen zur grünen Karte und Dmitri Filippov stellte seine Sieben taktisch neu ein. Zwei Torerfolge und drei Minuten später, beim Stand von 18:21, konterte Jiri Tancos diese Maßnahme, rief ebenfalls zur Zwischenbesprechung und stellte sein Team auf 7 Angriffsspieler um. Diese Maßnahme funktionierte erneut sehr gut und bis auf einen einzigen Gegentreffer aufs leere HSG-Tor, wurden so die Angriffe lang und mit viel Übersicht zu eigenen Torerfolgen ausgespielt. Ein Vier-Tore-Vorsprung konnte damit bis in die entscheidende Endphase des Spieles stabil gehalten werden (26:22/53. Min.).

Die dann offensivere Abwehrvariante der Hausherren stoppte die Dachse nicht und als dann auch noch Torwartoldie Gerd Vogel zwei Siebenmeter inklusive Nachwurf vereitelte, waren alle Weichen auf Sieg gestellt. Kurz vor dem Abpfiff erreichte die Freiberger Bank die Tickernachricht aus Oberlosa und nachdem Felix Lehmann mit seinem Tor bei Spielzeit 58:20 den Endstand zum 30:23 herstellte, war die Gewissheit da, dass der 3. Abschlussplatz erfolgreich erkämpft wurde.

Mit Abpfiff bejubelten die Freiberger zusammen mit ca. 40 mitgereisten Fans nicht nur den ersten Sieg im Ballhaus, sondern auch den erreichten dritten Rang in dieser Saison. Am kommenden Samstag wird dann zum letzten Spiel in eigener Halle der feststehende Absteiger HC Einheit Plauen erwartet und gleich vorweg, auch dieses Spiel wird weder einfach noch leicht und deshalb hat Cheftrainer Jiri Tancos auch sofort das nächste Teilziel abgesteckt: „Wir haben jetzt 35 Punkte und Platz 3, in der ersten Oberligasaison hatten wir auch Platz 3, mit 37 Punkten. Das wollen wir mit einem Sieg für unsere Fans wiederholen.“

Und wie eingangs erwähnt, ging es für einige Teams am vorletzten Spieltag um die abschließende Platzierung. Wir gratulieren dem Staffelsieger HC Elbflorenz II zur Meisterschaft und wünschen den Dresdnern eine erfolgreiche Aufstiegsrelegation (inkl. Klassenerhalt der eigenen Ersten). Ebenso gratulieren wir dem Zweiten, SV Plauen-Oberlosa 04 zu Silber.

Am Tabellenende sitzt nun Oebisfelde endgültig auf Platz 12 vor Einheit Plauen und Grubenlampe Zwickau auf einem Abstiegsplatz und alle darüber stehenden Teams dürfen sich als endgültig gerettet betrachten. Die Konstellation aus einem erfolgreichem Aufstieg von Elbflorenz II, möglichen Absteigern aus der dritten Liga und Aufsteigern aus den Landesligen, wird über einen möglichen Verbleib des Zwölftplatzierten entscheiden. Es bleibt also noch lange spannend.

Statistik:
HSG: Dominik Balin (1.-60. Min.), Tino Hensel (4x bei 7m), Gerd Vogel (2x bei 7m); Felix Lehmann (1), Martin Schettler (5), Eric Neumann (2), Miroslav Jahn (1), Björn Richter (1), Alexander Matschos, Matej Harvan (1), Dominik Gelnar (7/6), Jens Tieken (4), Nico Werner (5), Jan Mojzis (3)
Zeitstrafen: HSG 6 Min.; HCA 8 Min.
Siebenmeter: HSG 6/6; HCA 5/9
Schiedsrichter:  Frank Meyer / Ralf Petzold (HV Sachsen)
Zuschauer: 288

HSG erkämpft wichtigen Auswärtspunkt in Apolda

Die HSG-Handballer haben erneut auswärts gepunktet und im Gerangel um die vor Abstieg rettenden Plätze, nun nach den Siegen in Staßfurt und Pirna, zumindest beim Tabellennachbarn Apolda einen ganz wichtigen und hochverdienten Punkt mitgenommen.

Für beide Teams war bereits in den Vorberichten die Wichtigkeit mit der Bedeutung des praktisch endlich gesicherten Klassenerhalts angeklungen. Dabei ist die angespannte Personalsituation bei den Freibergern weiterhin eine zu meisternde Hürde. Martin Schettler fehlte diesmal beruflich und Tino Hensel konnte angeschlagen erneut nur als helfender Co-Trainer die Bank mit besetzen. Jedoch gab zumindest Kapitän Jens Tieken nach der Erwärmung grünes Licht, das er für kurze Entlastungseinsätze zur Verfügung stehen kann. Diese Aufgabe hatte sich ebenfalls schon unser Cheftrainer Jiri Tancos aufgebürdet und erneut sein Spielertrikot übergestreift.

Das Spiel begann dann mit einer engagierten Leistung der Hausherren und Patrick Michel gelang es mit Beginn der 6. Spielminute den ersten HSG-Treffer zu setzen (1:3). Kurz darauf nahm das Gästeteam frühzeitig die erste Auszeit. Kleine taktische Korrekturen brachten in der Folge nun etwas mehr Effektivität in den Angriff, wobei an diesem Abend vor allem dem sonst so sicheren Torgaranten Patrick Michel diesmal das Trefferglück einfach fehlte. Dennoch, die Dachse blieben dran und ließen die Thüringer nie mehr als zwei Tore davon eilen. Ab Mitte der ersten Halbzeit griff dann auch Tancos in die Abwehrarbeit aktiv ein und feierte damit sein Xtes Freiberger Oberligacomeback im Punktspielkampf. Während der ersten Überzahlsituation des Spiels kämpften sich die Freiberger über Siebenmeter durch Dominik Gelnar (9:10) und Tor von Carl Werner (10:10/21. Min.) zum erstmaligen Ausgleichstreffer. Die Partie verlief fortan weiter auf Augenhöhe, wobei die HSG-Akteure immer nur einen Anschlusstreffer nachlegen könnten. Die letzten dreieinhalb Minuten der ersten Spielhälfte verliefen beidseits torlos und mit dem Pausenstand von 15:14 wechselten die Mannschaften die Seiten.

Nach wieder fast vier Minuten fiel das erste Tor in Hälfte Zwei. Eric Neumann hämmerte das Spielgerät zum 15:15 ins Netz. Auch Jan Mojzis gelang fünf Minuten später in dieser von Abwehrarbeit und technischen Ballverlusten geprägten Partie nochmals ein Ausgleichstreffer (18:18/40. Min.). Für die Dachse kamen nun wieder lange zehn Minuten ohne Torerfolg. „In dieser Phase habe ich schon fast den Glauben an einen Punktgewinn verloren.“, beschrieb Geschäftsführer Stefan Lange nach der Partie erleichtert dies Situation. Aber seine Mannschaft rappelte sich auf und über einen ganz starken Dominik Balin im Freiberger Tor wurde der Spielausgang offen gehalten. Zwei Treffern von Neumann folgte das 23.Gegentor der Gastgeber (23:20/ 55. Min.), ehe die Dachse die höchstspannende und entscheidende Schlussoffensive starteten. Rajic netzte mit Beginn der 57. Spielminute zum 21:23 ein. Fast zwei Minuten später Michel zum ganz wichtigen 22:23 und der überragend kämpfende Neumann setzte nur 22 Sekunden später zum verdienten Ausgleich 23:23 nach. Dramatisch wurde es nochmals, als Björn Richter 86 Sekunden vor Ultimo noch die zweite Zeitstrafe gegen die HSG kassierte. So hatten die Freiberger nochmals eine Unterzahlsituation zu verteidigen, vereitelten den möglichen Siegtreffer von Apolda und vergaben selbst danach auch diese Chance. Am Ende trennten sich beide Teams in einem spannenden und fairen Fight gerecht mit dem Remis und die Cheftrainer auf beiden Seiten waren sich einig, das hier für beide im Kampf um den Klassenerhalt ein Punkt gewonnen wurde.

Nächste Woche ist spielfrei, aber die HSG Dachse haben für alle interessierten Handballfans auf ihrer Homepage Ostereier mit einer attraktiven Gewinnmöglichkeit versteckt. Nähere Informationen dazu auch auf der Facebook-Seite der HSG Freiberg.

Nach Ostern starten die Freiberg in ein Heimspielwochenende, bei dem in der Ernst-Grube-Halle Samstag und Sonntag attraktiver Handball angeboten wird.

Samstag, 07.04.2018, Anwurf 20:00 Uhr,
MDOL-Spieltag – HSG Freiberg vs. LVB Leipzig
Sonntag, 08.04.2018, Anwurf 17:00 Uhr,
Pokalhalbfinale – HSG Freiberg II vs. HSG Neudorf/Döbeln

Statistik:
HSG: Keisuke Inamoto (1.-24. Min.), Dominik Balin (25.-60. Min.); Jiri Tancos, Carl Werner (1), Patrick Michel (2), Felix Lehmann, Eric Neumann (7), Miroslav Jahn, Björn Richter (2), Alvaro Rajic (7), Dominik Gelnar (3/2), Jens Tieken, Jan Mojzis (1)
Zeitstrafen: HSG 4 Min.; HSV 8 Min.
Siebenmeter: HSG 2/2; HSV 5/3
Schiedsrichter:  Patrick Arndt / Florian Selau (HV Sachsen-Anhalt)
Zuschauer: 200

Dachse werfen sich erfolgreich vor die Lok

Nach der 25:39-Heimpleite in der Vorwoche wollten die Freiberger Handballer beim Gastspiel in Pirna Wiedergutmachung. Und das ist ihnen gelungen.

Pirna – Ein Fotomotiv hatten die zahlreichen mitgereisten Schlachtenbummler der HSG Freiberg schnell gefunden. Denn gleich neben der Sporthalle Pirna-Sonnenstein hatten die Betreiber eines Supermarktes eine kleine Eisenbahn für Kinder aufgebaut. Mit Fanschal und Daumen nach oben setzten sich die Freiberger Fans darauf, um den Auswärtssieg in der Mitteldeutschen Oberliga bei der SG Pirna/Heidenau zu feiern. Schließlich sind die Gastgeber aus dem ESV Lok Pirna hervorgegangen und laufen noch immer mit Klängen einer Dampflok in die eigene Halle ein. „Führerstand erobert“ schrieben am Samstagabend allerdings die Gästefans unter die Bilder auf dem Kinderzug. Schließlich hatte ihre Mannschaft das so wichtige Spiel nach einer über weite Strecken überzeugenden Leistung mit 25:18 (12:8) gewonnen.

Großen Anteil daran hatte die Abwehr, die an diesem Tag gegen allerdings auch überraschend harmlose Gastgeber sicher stand. „Das Spiel haben wir heute in der Defensive gewonnen“, erklärte HSG-Kapitän Jens Tieken nach dem Spiel. Er selbst hatte auf der Platte nicht mitwirken können, eine Verletzung bremste ihn aus. Stattdessen fungierte er als Coach an der Seitenlinie, mit ihm bildete der ebenfalls angeschlagene Torhüter Tino Hensel das Trainerduo. Chefcoach Jiri Tancos war zwar ebenfalls mit nach Pirna gekommen und hielt auch alle Ansprachen, auf dem offiziellen Spielberichtsbogen stand der Tscheche allerdings als Spieler. Denn noch immer ist die Personalsituation bei den Dachsen angespannt.

Umso wichtiger war der Sieg in Pirna. Vor der Partie standen die Gastgeber auf Rang 10, zwei Punkte und einen Platz hinter der HSG. Für beide Mannschaften war Verlieren verboten, wenn man nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel gezogen werden wollte. Anzumerken war das allerdings nur den Gästen, wobei Pirna/Heidenau auch mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen hatte. Lediglich in der 8. Minute, beim Stand von 3:3, waren die Freiberger kurz nicht in Führung, so wirklich Sorgen mussten sich die Dachse-Fans also nicht machen. Nur kurz nach der Halbzeitpause hatten die HSG-Männer eine kurze Schwächephase. Hier, und auch in einigen anderen wichtigen Situationen, war aber Torhüter Keisuke Inamoto zur Stelle. Er erhielt dieses Mal über die komplette Spielzeit das Vertrauen des Trainers, was er mit einer souveränen Leistung rechtfertigte. Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte zudem noch Eric Neumann mit sechs Treffern heraus.

In der kommenden Woche sind die Freiberger (8. Platz/20:22 Punkte) in Apolda (9./19:23) beim nächsten Tabellennachbarn zu Gast und können sich endgültig aus dem Abstiegskampf verabschieden.

Statistik
HSG: Inamoto, Balin; C. Werner (1), Michel (5), Lehmann, Schettler (2), Neumann (6), Richter (4), Rajic (3), Gelnar (4), Mojzis.
Zeitstrafen: Pirna 5 x 2 Min.; HSG 3 x 2 Min.
Siebenmeter: Pirna 5/3; HSG 3/2
Zuschauer: 350

Text: Thomas Reibetanz