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HSG Freiberg sichert in Aschersleben den Podiumsplatz

Die Spiele des vorletzten Ligaspieltages der Mitteldeutschen Oberliga werden alle zeitgleich angepfiffen und einige Spielausgänge des Samstagabend wurden für die mögliche Abschlussplatzierung mehrerer Teams entscheidend. Für die Freiberger Handballer war neben dem erstmaligen eigenen Sieg im Ascherslebener Ballhaus da auch die Partie des Zweiten (SV Plauen-Oberlosa) gegen den nur einen Zähler schlechteren HSG-Verfolger HC Burgenland hochinteressant.

Das Team hatte die ganze Trainingswoche nochmals hochkonzentriert und auf die Aufgabe fokussiert trainiert. Der junge Dominik Balin ragte dabei mit seiner Trainingsleistung so heraus, dass er von der ersten Spielminute an das Vertrauen des Trainerteams bekam und letztendlich mit seiner Leistung (19 Paraden) auch bestätigte. Die Gastgeber gingen schnell mit 2:0 in Führung, ehe Jens Tieken mit Beginn der dritten Spielminute für die Freiberger das erste Tor markierte. Fortan entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich die Dachse, erneut über Tieken, erstmals in der 11. Spielminute mit 7:6 in Front warfen. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Vorsprung verteidigt und lediglich beim 13:13 nochmals von Aschersleben kurzzeitig ausgeglichen. Mit einem knappen 15:14-Pausenstand hatten es die Dachse, bei gleichzeitigem Sieg der Oberlosaer im parallel laufenden Punktspiel, immer noch sehr gut in der eigenen Hand den dritten Tabellenrang in der zweiten  Halbzeit abschließend fest zu machen.

Nach dem Pausentee starteten die Freiberger besser in Partie und bauten den Spielstand bis zur 42. Minute auf 21:16 aus. Die Gastgeber griffen zur grünen Karte und Dmitri Filippov stellte seine Sieben taktisch neu ein. Zwei Torerfolge und drei Minuten später, beim Stand von 18:21, konterte Jiri Tancos diese Maßnahme, rief ebenfalls zur Zwischenbesprechung und stellte sein Team auf 7 Angriffsspieler um. Diese Maßnahme funktionierte erneut sehr gut und bis auf einen einzigen Gegentreffer aufs leere HSG-Tor, wurden so die Angriffe lang und mit viel Übersicht zu eigenen Torerfolgen ausgespielt. Ein Vier-Tore-Vorsprung konnte damit bis in die entscheidende Endphase des Spieles stabil gehalten werden (26:22/53. Min.).

Die dann offensivere Abwehrvariante der Hausherren stoppte die Dachse nicht und als dann auch noch Torwartoldie Gerd Vogel zwei Siebenmeter inklusive Nachwurf vereitelte, waren alle Weichen auf Sieg gestellt. Kurz vor dem Abpfiff erreichte die Freiberger Bank die Tickernachricht aus Oberlosa und nachdem Felix Lehmann mit seinem Tor bei Spielzeit 58:20 den Endstand zum 30:23 herstellte, war die Gewissheit da, dass der 3. Abschlussplatz erfolgreich erkämpft wurde.

Mit Abpfiff bejubelten die Freiberger zusammen mit ca. 40 mitgereisten Fans nicht nur den ersten Sieg im Ballhaus, sondern auch den erreichten dritten Rang in dieser Saison. Am kommenden Samstag wird dann zum letzten Spiel in eigener Halle der feststehende Absteiger HC Einheit Plauen erwartet und gleich vorweg, auch dieses Spiel wird weder einfach noch leicht und deshalb hat Cheftrainer Jiri Tancos auch sofort das nächste Teilziel abgesteckt: „Wir haben jetzt 35 Punkte und Platz 3, in der ersten Oberligasaison hatten wir auch Platz 3, mit 37 Punkten. Das wollen wir mit einem Sieg für unsere Fans wiederholen.“

Und wie eingangs erwähnt, ging es für einige Teams am vorletzten Spieltag um die abschließende Platzierung. Wir gratulieren dem Staffelsieger HC Elbflorenz II zur Meisterschaft und wünschen den Dresdnern eine erfolgreiche Aufstiegsrelegation (inkl. Klassenerhalt der eigenen Ersten). Ebenso gratulieren wir dem Zweiten, SV Plauen-Oberlosa 04 zu Silber.

Am Tabellenende sitzt nun Oebisfelde endgültig auf Platz 12 vor Einheit Plauen und Grubenlampe Zwickau auf einem Abstiegsplatz und alle darüber stehenden Teams dürfen sich als endgültig gerettet betrachten. Die Konstellation aus einem erfolgreichem Aufstieg von Elbflorenz II, möglichen Absteigern aus der dritten Liga und Aufsteigern aus den Landesligen, wird über einen möglichen Verbleib des Zwölftplatzierten entscheiden. Es bleibt also noch lange spannend.

Statistik:
HSG: Dominik Balin (1.-60. Min.), Tino Hensel (4x bei 7m), Gerd Vogel (2x bei 7m); Felix Lehmann (1), Martin Schettler (5), Eric Neumann (2), Miroslav Jahn (1), Björn Richter (1), Alexander Matschos, Matej Harvan (1), Dominik Gelnar (7/6), Jens Tieken (4), Nico Werner (5), Jan Mojzis (3)
Zeitstrafen: HSG 6 Min.; HCA 8 Min.
Siebenmeter: HSG 6/6; HCA 5/9
Schiedsrichter:  Frank Meyer / Ralf Petzold (HV Sachsen)
Zuschauer: 288

HSG erkämpft wichtigen Auswärtspunkt in Apolda

Die HSG-Handballer haben erneut auswärts gepunktet und im Gerangel um die vor Abstieg rettenden Plätze, nun nach den Siegen in Staßfurt und Pirna, zumindest beim Tabellennachbarn Apolda einen ganz wichtigen und hochverdienten Punkt mitgenommen.

Für beide Teams war bereits in den Vorberichten die Wichtigkeit mit der Bedeutung des praktisch endlich gesicherten Klassenerhalts angeklungen. Dabei ist die angespannte Personalsituation bei den Freibergern weiterhin eine zu meisternde Hürde. Martin Schettler fehlte diesmal beruflich und Tino Hensel konnte angeschlagen erneut nur als helfender Co-Trainer die Bank mit besetzen. Jedoch gab zumindest Kapitän Jens Tieken nach der Erwärmung grünes Licht, das er für kurze Entlastungseinsätze zur Verfügung stehen kann. Diese Aufgabe hatte sich ebenfalls schon unser Cheftrainer Jiri Tancos aufgebürdet und erneut sein Spielertrikot übergestreift.

Das Spiel begann dann mit einer engagierten Leistung der Hausherren und Patrick Michel gelang es mit Beginn der 6. Spielminute den ersten HSG-Treffer zu setzen (1:3). Kurz darauf nahm das Gästeteam frühzeitig die erste Auszeit. Kleine taktische Korrekturen brachten in der Folge nun etwas mehr Effektivität in den Angriff, wobei an diesem Abend vor allem dem sonst so sicheren Torgaranten Patrick Michel diesmal das Trefferglück einfach fehlte. Dennoch, die Dachse blieben dran und ließen die Thüringer nie mehr als zwei Tore davon eilen. Ab Mitte der ersten Halbzeit griff dann auch Tancos in die Abwehrarbeit aktiv ein und feierte damit sein Xtes Freiberger Oberligacomeback im Punktspielkampf. Während der ersten Überzahlsituation des Spiels kämpften sich die Freiberger über Siebenmeter durch Dominik Gelnar (9:10) und Tor von Carl Werner (10:10/21. Min.) zum erstmaligen Ausgleichstreffer. Die Partie verlief fortan weiter auf Augenhöhe, wobei die HSG-Akteure immer nur einen Anschlusstreffer nachlegen könnten. Die letzten dreieinhalb Minuten der ersten Spielhälfte verliefen beidseits torlos und mit dem Pausenstand von 15:14 wechselten die Mannschaften die Seiten.

Nach wieder fast vier Minuten fiel das erste Tor in Hälfte Zwei. Eric Neumann hämmerte das Spielgerät zum 15:15 ins Netz. Auch Jan Mojzis gelang fünf Minuten später in dieser von Abwehrarbeit und technischen Ballverlusten geprägten Partie nochmals ein Ausgleichstreffer (18:18/40. Min.). Für die Dachse kamen nun wieder lange zehn Minuten ohne Torerfolg. „In dieser Phase habe ich schon fast den Glauben an einen Punktgewinn verloren.“, beschrieb Geschäftsführer Stefan Lange nach der Partie erleichtert dies Situation. Aber seine Mannschaft rappelte sich auf und über einen ganz starken Dominik Balin im Freiberger Tor wurde der Spielausgang offen gehalten. Zwei Treffern von Neumann folgte das 23.Gegentor der Gastgeber (23:20/ 55. Min.), ehe die Dachse die höchstspannende und entscheidende Schlussoffensive starteten. Rajic netzte mit Beginn der 57. Spielminute zum 21:23 ein. Fast zwei Minuten später Michel zum ganz wichtigen 22:23 und der überragend kämpfende Neumann setzte nur 22 Sekunden später zum verdienten Ausgleich 23:23 nach. Dramatisch wurde es nochmals, als Björn Richter 86 Sekunden vor Ultimo noch die zweite Zeitstrafe gegen die HSG kassierte. So hatten die Freiberger nochmals eine Unterzahlsituation zu verteidigen, vereitelten den möglichen Siegtreffer von Apolda und vergaben selbst danach auch diese Chance. Am Ende trennten sich beide Teams in einem spannenden und fairen Fight gerecht mit dem Remis und die Cheftrainer auf beiden Seiten waren sich einig, das hier für beide im Kampf um den Klassenerhalt ein Punkt gewonnen wurde.

Nächste Woche ist spielfrei, aber die HSG Dachse haben für alle interessierten Handballfans auf ihrer Homepage Ostereier mit einer attraktiven Gewinnmöglichkeit versteckt. Nähere Informationen dazu auch auf der Facebook-Seite der HSG Freiberg.

Nach Ostern starten die Freiberg in ein Heimspielwochenende, bei dem in der Ernst-Grube-Halle Samstag und Sonntag attraktiver Handball angeboten wird.

Samstag, 07.04.2018, Anwurf 20:00 Uhr,
MDOL-Spieltag – HSG Freiberg vs. LVB Leipzig
Sonntag, 08.04.2018, Anwurf 17:00 Uhr,
Pokalhalbfinale – HSG Freiberg II vs. HSG Neudorf/Döbeln

Statistik:
HSG: Keisuke Inamoto (1.-24. Min.), Dominik Balin (25.-60. Min.); Jiri Tancos, Carl Werner (1), Patrick Michel (2), Felix Lehmann, Eric Neumann (7), Miroslav Jahn, Björn Richter (2), Alvaro Rajic (7), Dominik Gelnar (3/2), Jens Tieken, Jan Mojzis (1)
Zeitstrafen: HSG 4 Min.; HSV 8 Min.
Siebenmeter: HSG 2/2; HSV 5/3
Schiedsrichter:  Patrick Arndt / Florian Selau (HV Sachsen-Anhalt)
Zuschauer: 200

Dachse werfen sich erfolgreich vor die Lok

Nach der 25:39-Heimpleite in der Vorwoche wollten die Freiberger Handballer beim Gastspiel in Pirna Wiedergutmachung. Und das ist ihnen gelungen.

Pirna – Ein Fotomotiv hatten die zahlreichen mitgereisten Schlachtenbummler der HSG Freiberg schnell gefunden. Denn gleich neben der Sporthalle Pirna-Sonnenstein hatten die Betreiber eines Supermarktes eine kleine Eisenbahn für Kinder aufgebaut. Mit Fanschal und Daumen nach oben setzten sich die Freiberger Fans darauf, um den Auswärtssieg in der Mitteldeutschen Oberliga bei der SG Pirna/Heidenau zu feiern. Schließlich sind die Gastgeber aus dem ESV Lok Pirna hervorgegangen und laufen noch immer mit Klängen einer Dampflok in die eigene Halle ein. „Führerstand erobert“ schrieben am Samstagabend allerdings die Gästefans unter die Bilder auf dem Kinderzug. Schließlich hatte ihre Mannschaft das so wichtige Spiel nach einer über weite Strecken überzeugenden Leistung mit 25:18 (12:8) gewonnen.

Großen Anteil daran hatte die Abwehr, die an diesem Tag gegen allerdings auch überraschend harmlose Gastgeber sicher stand. „Das Spiel haben wir heute in der Defensive gewonnen“, erklärte HSG-Kapitän Jens Tieken nach dem Spiel. Er selbst hatte auf der Platte nicht mitwirken können, eine Verletzung bremste ihn aus. Stattdessen fungierte er als Coach an der Seitenlinie, mit ihm bildete der ebenfalls angeschlagene Torhüter Tino Hensel das Trainerduo. Chefcoach Jiri Tancos war zwar ebenfalls mit nach Pirna gekommen und hielt auch alle Ansprachen, auf dem offiziellen Spielberichtsbogen stand der Tscheche allerdings als Spieler. Denn noch immer ist die Personalsituation bei den Dachsen angespannt.

Umso wichtiger war der Sieg in Pirna. Vor der Partie standen die Gastgeber auf Rang 10, zwei Punkte und einen Platz hinter der HSG. Für beide Mannschaften war Verlieren verboten, wenn man nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel gezogen werden wollte. Anzumerken war das allerdings nur den Gästen, wobei Pirna/Heidenau auch mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen hatte. Lediglich in der 8. Minute, beim Stand von 3:3, waren die Freiberger kurz nicht in Führung, so wirklich Sorgen mussten sich die Dachse-Fans also nicht machen. Nur kurz nach der Halbzeitpause hatten die HSG-Männer eine kurze Schwächephase. Hier, und auch in einigen anderen wichtigen Situationen, war aber Torhüter Keisuke Inamoto zur Stelle. Er erhielt dieses Mal über die komplette Spielzeit das Vertrauen des Trainers, was er mit einer souveränen Leistung rechtfertigte. Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte zudem noch Eric Neumann mit sechs Treffern heraus.

In der kommenden Woche sind die Freiberger (8. Platz/20:22 Punkte) in Apolda (9./19:23) beim nächsten Tabellennachbarn zu Gast und können sich endgültig aus dem Abstiegskampf verabschieden.

Statistik
HSG: Inamoto, Balin; C. Werner (1), Michel (5), Lehmann, Schettler (2), Neumann (6), Richter (4), Rajic (3), Gelnar (4), Mojzis.
Zeitstrafen: Pirna 5 x 2 Min.; HSG 3 x 2 Min.
Siebenmeter: Pirna 5/3; HSG 3/2
Zuschauer: 350

Text: Thomas Reibetanz