Aufopferungsvoller Kampf nicht mit Punkten belohnt
Ab der zwanzigsten Spielminute kam es zu einem Bruch im HSG-Spiel in dessen Folge der Gegner viele leichte Ballgewinne erzielen und durch konsequente Abschlüsse aus dem Konter heraus Punkten konnte. Einziger Lichtblick in dieser Phase war der 18-jährige Sven Reuther im Tor der Gastgeber, der im Spielverlauf viele starke Paraden zeigte. Mitte der ersten Halbzeit sogar mit vollem Körpereinsatz, als ein Ball des heranstürmenden Angreifers unbeabsichtigt direkt im Gesicht des Keepers landete. Auf Grund der desolaten Angriffsleitung (nur 2 Tore in den letzten ca. 10 Minuten der ersten Hälfte) ging man niedergeschlagen mit einem 12:19 Halbzeitstand in die Kabinen.
Mittels einer kämpferischen und aufmunternden Ansprache in der Halbzeitpause sorgte Jens Tieken, der zum wiederholten Male in dieser Saison gemeinsam mit dem verletzten Routinier Sebastian Mader und dem reaktivierten Steve Zinke den Betreuerstab der nach wie vor ohne etatmäßigen Trainer agierenden Mannschaft abgab, für neues Selbstvertrauen seiner Männer, die das Spiel trotz des großen Rückstand noch nicht verloren geben wollten.
Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte konnte der Gast, in Fortsetzung seines guten Laufs aus Hälfte eins, auf 12:21 erhöhen. Anschließend jedoch zeigte sich, warum auch die folgenden Kontrahenten der HSG III gewarnt sein sollten, den Gegner zu zeitig als geschlagen zu betrachten. Mit einer starken Mannschaftsleistung unter Führung der Antreiber Christian Holz und Bastian Matzke sowie einem starken Sven Reuther im Tor wurde die Abwehr wieder aggressiver und die entsprechenden Ballgewinne konsequent in Kontertore umgesetzt. Auch die an diesem Tage recht zahlreichen Zuschauer auf dem Rängen trieben die Heimmannschaft an, sodass der Rückstand von 9 Toren beim Zwischenstand von 12:21 mittels eines 6:0 Laufs beim 18:21 auf 3 Tore reduziert werden konnte.
Als Fazit bleibt zu vermerken, dass eine kämpferische Energieleistung der HSG-Männer am Ende unbelohnt blieb, es aber zum ersten Mal in dieser Saison gelang einen großen Rückstand aufzuholen. Die Stimmung in der Truppe stimmt und bei einer Fortführung der zuletzt ansteigenden Form werden sich auch die entsprechenden Erfolge wieder einstellen. Angesichts der engen Punkteverteilung in der unteren Hälfte der Liga hat die HSG III bereits am kommenden Samstag beim Burgstädter HC die Möglichkeit die Rote Laterne wieder loszuwerden. Abschließend noch ein Dank an die beiden guten Schiedsrichter der Partie, die Sportfreunde Volker Lässig und Mike Seschel aus Chemnitz.
Statistik:
HSG III: S. Reuther, J. Eulitz, H. Gutsche, C. Leithold, R. Wolowski (6/3), U. Zenker (2), K. Kraushaar, B. Matzke (3), T. Haufe (1), E. Jüppner (1), P. Schneider (3), B. Wolf (7), T. Kasdorf (2), C. Holz (3)
HC Glauchau/Meerane III: M. Richter, B. Buchhold, A. Rothe (3), R. Thomas (7), T. Pfefferkorn (3), D. Tran Van (6), H. Helbig, M. Möckel (6/4), D. Langnickel, M. Ahnert (4), T. Puplat (1), S. Kurt (1), T. Piller (1/1)
7-m: HSG III 3/3 – HC: 6/5
Zeitstrafen: HSG III 2×2 min, HC: 4×2 min
Text: Jan Eulitz