HSG II zeigen Trotzreaktion im Dachsbau

Nach der bitteren Niederlage (33:32) in der Vorwoche im Lokschuppen vom ESV Dresden. Allen Speilern war bewusst, dass ein Sieg her musste um den Kontakt zur Tabellenspitze nicht abreißen zu lassen. Das Trainergespann Weise/Welz konnte an diesem Wochenende wieder auf eine gut gefüllte Bank bauen. Wobei aus gesundheitlichen Gründen Kasdorf, Thiele und Schoen fehlten und Werner die personelle Situation in der Ersten etwas entspannte.
Der Gegner war der Aufsteiger aus Niederau und somit ein komplett unbeschriebenes Blatt für die Mannschaft. Dementsprechend angespannt ging man ins Spiel. Nach einem guten Start stagnierte der Angriffsfluss und der Torabstand von 3 Toren schien über die Stationen 7:4 bis zum 14:11 in der 20 Spielminute wie in Stein gemeißelt zu sein. Dabei versuchte der Gast über eine schnelle Mitte und seine Rückraumwerfer immer wieder Akzente zu setzen. Hierbei kamen die Schwächen der HSG-Abwehr zum Vorschein. Viele Nicklichkeiten und harte Zweikämpfe, auf beiden Seiten machen es den beiden unparteiischen Referees schwer einen kühlen Kopf zu bewahren. Nach einer Auszeit der Gäste wurde die HSG Abwehr umgestellt und die Spieler agierten jetzt auch deutlich ambitionierteren. Was zu einem 22:16 Halbzeitstand führte.
Die Mannschaft kam hoch konzentriert aus der Kabine und spielte mit einem deutlich offensiveren System weiter. Der im Tor eingewechselte Sven Lehman machte mit mehreren starken Paraden den Gegner zusätzlich mürbe. Mit dem starken Rückhalt konnte die Führung bis zum Endstand von 41:25 stetig ausgebaut werden.

Es spielte:
Koch (1-30 min.), Lehmann (31-60 min.), Neubert (5), Lange (9), Hruschka (5); Mader (3), Jaeger (2/3), Frohs (2), Oehme (3), Rehnert (1), Kelm (1), Ulbricht (6), Schuster (1)

Heimspieltag in der Ernst-Grube-Halle

Am Samstag ist wieder langer Heimspieltag in der Freiberger Ernst-Grube-Halle. Ab 13:00 Uhr startet die männliche A-Jugend, gefolgt von unserer HSG Freiberg III (15:00 Uhr gegen die HSG Sachsenring) in den Nachmittag. Das Vorspiel des abendlichen Highlights bestreitet dann ab 17:15 Uhr die Oberligareserve vom Trainergespann Weise/Welz gegen den Ligaaufsteiger SV Niederau. Nach der letztwöchigen unglücklichen 32:33-Niederlage beim ESV Dresden, wollen und müssen die Freiberger zu Hause wieder doppelt punkten. Die Unterstützung der sich schon dann langsam füllenden Halle sollte ihnen dabei gewiss sein.

Für das mit Spannung erwartete abendliche Spiel, 20:00 Uhr gegen den Aufsteiger und aktuellen Thüringenmeister HSG Werratal, muss erneut mit einer ausverkauften Halle gerechnet werden. Nach den beiden Siegen zum Saisonauftakt hält die Kartennachfrage im Vorverkauf (Hotel Kreller und Fitnessinsel), sowie die intensive Nutzung der Onlinereservierung über unsere Homepage weiter stark an. So wurden bereits zum ersten Heimspiel ca. die Hälfte der Sitzplätze im Vorfeld vergeben und diesmal kann mit noch mehr im Vorfeld abgesetzten Tickets gerechnet werden.

Die HSG Freiberg erwartet mit den Gästen eine spielstarke, eingespielte Mannschaft, die sich am ersten Spieltag mit 35 Treffern beim HC Burgenland den ersten Oberligapunkt erkämpfte. Die anschließende 1-Tore-Niederlage, zu Hause gegen Drittliga-Absteiger Aschersleben, deutet darauf hin, dass die Westthüringer in der Oberliga ordentlich mit mischen können und werden. Für Cheftrainer Andreas Bolomsky, der natürlich den Gegner im Vorfeld per Videoanalyse genauestens studiert hat, gilt aber kein Bange machen. Ohne den Gegner auf die leichte Schulter nehmen zu wollen, ist Allen klar, dass wir zu Hause die Punkte gegen den Liganeuling holen müssen. Dass dabei unsere komplett neu aufgestellte Mannschaft trotz dem fünften Oberligajahr nun auch wie ein „Liganeuling“ etwas unerfahren ist, wird eher als Vorteil gesehen.
Unterdessen bestehen berechtigte Hoffnungen, dass die HSG Freiberg am Samstag in Bestbesetzung auflaufen kann. Die verletzten und angeschlagenen Spieler haben sich in dieser Trainingswoche geschont bzw. versuchen sich auszukurieren und wollen dann am Wochenende wieder einsatzfähig sein.

Und nicht nur in Bestbesetzung wollen die Freiberger am Samstagabend im Spot des Scheinwerfers einlaufen, auch das neue Maskottchen, der Dachs, hat seine Ankunft bestätigt. Seien Sie dabei, wenn der Dachs das erste Mal die HSG Freiberg in die Halle führen wird.

Kartenvorverkaufsmöglichkeiten finden Sie hier:

Hotel Kreller Fitnessinsel HSG-Geschäftsstelle
Fischerstraße 5 Helmertplatz 1 Tschaikowskistr. 15
Freiberg Freiberg Freiberg
An der Rezeption tgl.
6:00 – 18:00 Uhr
tgl. während der Öffnungszeiten Freitagvormittag
von 10:00 – 12:00 Uhr

 

Zudem besteht weiter die Möglichkeit der Onlinekartenreservierung  HIER

„Reservedachse“ kommen ohne Beute zurück

Nach 60 Minuten beim ESV Dresden hieß es 32:33(18:17) aus Freiberger Sicht.

Ein konzentrierter Start brachte die HSG schnell in Führung (2:4, 8.Min). Bis zur 20.Minute konnten die Bergstädter den Vorsprung auf 4 Tore ausbauen (13:9). Anschließend schlichen sich erste Fehler ins Spiel ein und die Dresdner konnten kurz vor der Pause ausgleichen(17:17). Durch einen direkt verwandelten Freiwurf ging es mit einer Führung für die Dachse in die Halbzeit.
Die Chancenauswertung ließ in Halbzeit 2 zu wünschen übrig, sodass die Eisenbahner auch die Kontrolle übernahmen. Fortan liefen die Freiberger einem Rückstand hinterher. Erst in der 55.Minute glichen die Gäste wieder zum 30:30 aus. Wegen überhasteter Abschlüsse in Schlussphase blieb ein positives Ende für die HSG aus.

Am kommenden Wochenende gastiert der Aufsteiger SV Niederau im Dachsbau.

Statistik:
HSG: Koch, Lehmann (beide Tor); Werner(3), Lange(3), Hruschka(8), Mader(3), Jaeger(5/4), Kelm, Schuster, Ulbricht(5), Karsdorf, Neubert(5)
Strafen: ESV 3x2Min + 1xDisq., HSG 5x2Min+ 1xDisq.
7m: ESV 8/4, HSG 4/4

Text: Nick Thiele

MJC – quälender 41:31 Sieg gegen Lok Chemnitz

Das Gute vornweg: 41 Tore zeugen von einer ordentlichen Offensivleistung.

Dagegen sind 31 Gegentore einfach zuviel und tatsächlich entsprach die Abwehrleistung zu keiner Zeit unseren Ansprüchen und den schon gezeigten Leistungen. Entsprechend quälend war dann auch der Spielverlauf. Nach dem 1:1 Ausgleich wollte zunächst beiden Mannschaften nichts gelingen. Schließlich fanden zuerst die Gäste in die Spur und zogen befeuert durch unsere Schläfrigkeiten und oft unfassbar einfachen Fehler auf 10:4 davon. Nach der Auszeit wurde das Spiel nicht besser, wenigstens konnte der Spielstand bis zur Pause mit 17:17 ausgeglichen gestaltet werden.

Die 2. Halbzeit begann ähnlich zäh, allerdings konnte Lok diesmal nicht davonziehen. Um die Jungs endgültig aus ihrer Lethargie zu befreien, wurde nun Manndeckung angeordnet, was zu einem 11:1-Lauf führte und zumindest das Ergebnis in eindeutige Bahnen lenkte. Um den Sieg nicht zu hoch ausfallen zu lassen, griffen nun auch noch die Schiedsrichten ein und belegten unsere Jungs reihenweise mit 2-min-Strafen. Zeitweilig standen nur noch 2 Feldspieler auf dem Parkett. Dass in einer völlig unaufgeregten und fairen Partie in dieser Altersklasse insgesamt 11 Zeitstrafen ausgesprochen werden, ist dann schon ungewöhnlich.

Letztendlich konnte uns dies nicht mehr aus der Bahn werfen und beim Stand von 41:31 kam die erlösende Schlusssirene.

Jungs: Trotz den klaren Sieges entsprach die Leistung nicht unseren Erwartungen.

Zwei Ursachen fielen besonders auf:

Kein Spieler war gedanklich auf der Höhe, so dass die Ballorientierung verloren ging.

Die Fehlerquote war viel zu hoch.

Also Dinge, an denen wir im Training arbeiten müssen und werden.

 

Text: Thomas Schmalfuß

Erstes Saisonspiel mit einer klaren 41:23 Niederlage bei Chemnitz-Rottluff

Nun war es soweit. Nach nur einem Jahr in der B-Jugend starteten die Schützlinge des Trainergespanns Tieken und Weichelt in das Abenteuer A-Jugend in der Bezirksliga.

Beiden Trainern war klar, dass mit einer jungen B-Jugend (fast nur 98er Jahrgang) der Wald innerhalb der Bezirksliga für uns stehen bleibt und wir das sonst so gepriesene „Bäume ausreißen“ anderen überlassen müssen. Dennoch, diese Niederlage hätte bei aller Konsequenz im Spiel und beim Abrufen des derzeitigen Leistungsstandes nie so hoch ausfallen dürfen.

Kurz vor dem Spiel musste die erste „Sechs“ nochmals umgestellt werden, da Georg Weichelt nach dem Aufwärmen über muskuläre Probleme klagte. Die Gastgeber aus Chemnitz hatten den ersten Anwurf und führte nach torloser Anfangsoffensive nach 5 Minuten bereits mit 4:0. Schon da sah man von der Wechselbank aus, dass hier der körperliche und altersbedingte Unterschied das Spiel entscheiden würde.

Dennoch. Mit mehr Willenskraft und Laufbereitschaft wäre ein besseres Ergebnis schon in dieser Phase möglich gewesen. Die Jungs aus Chemnitz zogen aber über die Stationen 10:2 und 13:4 immer weiter davon und keiner der Freiberger Handballer hatte den Biss sich einer deutlichen Niederlage entgegenzustellen.

Als dann Georg Weichelt trotz muskulärer Probleme auf der halbrechten Seite zum Einsatz kam wurde das Spiel um einiges besser. Im Gegensatz zur Vorwoche verschaffte er Impulse, peitschte die Mannschaft mehrfach nach vorne und erzeilte dabei auch noch selbst mehrer Tore. Dadurch konnte etwas Ergebniskosmetik betrieben werden, so dass es nach 20 gespielten Minuten „nur“ 18:8 stand.

Nach einer kurzen, aber prägnanten Pausenansprache lief es bei den Freibergern etwas besser. Man konnte erkennen, dass nun der Wille da war um sich nicht „abschlachten“ zu lassen. Doch mehrere technische Fehler und Fehlwürfe konnte zu einer Verkürzung des Spielabstandes nicht beitragen. Der Vorsprung der Hausherren wuchs und so stand nach den Spielständen 29:16 und 34:17 am Ende auf der Anzeigetafel der Sachsenhalle ein ernüchterndes 41:23.

Fazit: Ohne die 3 großen „L“ (Leidenschaft, Lust, Laufbereitschaft) läuft hier nix. Da müssen einige ihre derzeitige Einstellung hinterfragen und schnellstmöglich den Schalter umlegen, sowie Anweisungen der Trainer konsequent umsetzen. Eine verbesserte zweite Halbzeit macht allerdings Mut für die kommenden Aufgaben.

 
Für die A-Jugend der HSG spielten: Grämer, Reuther; Zeidler (4), Weichelt (10/1), Nöbel, Wabnik, J. Lorenz (5), Friese (2), Weigt, M. Lorenz (2)
7-Meter: HSG 1/1 – Chemnitz 4/2
2-Minuten: HSG 0 x 2 Minuten – Chemnitz 2 x 2 Minuten

Die Falken starten mit einer unglücklichen Niederlage in die neue Sachsenliga-Saison

Am Sonnabend 10.00 Uhr begann nun auch für die männliche B-Jugend der HSG der Start in die neue Saison. Zu Gast hatten die Falken die spielstarken Jungs vom Radebeuler HV. Mit dem Anpfiff legten diese los wie die Feuerwehr und zeigten von Anbeginn, dass sie nicht gewillt waren, den Freibergern Gastgeschenke zu machen. Nach wenigen Minuten zogen unsere Gäste mit 5:1 davon und man musste schon mit dem Schlimmsten, einer hohen Niederlage zum Start in diese schwere Saison rechnen. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Falken aber immer besser ins Spiel und konnten mit einem 5:0 Lauf sogar in Führung gehen.

Von nun neutralisierten sich beide Mannschaften und keiner gelang es, sich entscheidend abzusetzen. In den Freiberger Reihen überzeugte die sonst so oft geschmähte Abwehr, welcher es immer besser gelang die Angriffsaktionen der Gäste zu unterbinden. Leider fanden aber noch zu oft deren Würfe aus der zweiten Reihe den Weg in unser Tor. Während der Gegner so zu relativ einfachen und kraftsparenden Torerfolgen kam, glänzten unsere Jungs mit Spielwitz und überraschenden bzw. fintenreichen Anspielen, mit denen die Außen- und Kreisspieler durch unseren Sven eingesetzt wurden. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit schwandten durch die schnelle und alles andere als kraftsparende Spielweise so langsam die Kräfte und die Freiberger Bank begann zu wechseln und es kam so wie es kommen musste! Mit seiner ersten Angriffsaktion verletzte sich, der schon in der letzten Saison vom Verletzungspech verfolgte, Robert Jehmlich schwer am Knie und musste ausgewechselt werden. Robert, an dieser Stelle alles gute und rasche Genesung. Mit einem 16:17 aus Freiberger Sicht und stark geschwächt ging es nun zum Pausentee. In der Kabine wurde noch einmal an die Moral der Jungs appelliert und alle waren sich einig, hier noch etwas holen zu können.

Die zweite Halbzeit begann und es ging genauso weiter, wie die erste endete. Zwei Teams auf Augenhöhe, unsere Gäste mit der größeren Durchschlagskraft der Angriffsspieler aus der zweiten Reihe und unsere Jungs mit den Handballschmeckerchen, bei denen das Zuschauen besonders Spaß macht. Leider gelang es nicht, den Aktionsradius der Radebeuler Aufbauspieler entscheidend einzuschränken, so dass diese ein ums andere mal leichte Torerfolge erzielen konnten. Dem doch recht kraftraubenden Spiel Rechnung gezollt, kam es in der entscheidenden Phase leider zu einigen Unkonzentriertheiten im Abschluss und beim finalen Pass, so dass es den Falken nicht mehr gelang, das Ruder noch einmal herum zu reißen. In einem Spiel, welches eigentlich keinen Sieger verdient hat, konnten so die glücklicheren Radebeuler ihren 33.32 Auswärtssieg feiern und unsere Falken wurden nach dieser tollen Begegnung zweier sehr fair agierender Mannschaften von „ihrem“ Publikum gefeiert.

Alles in allem ein tolles Spiel, bei dem wir auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt hätten!

Text: Peter Stürzebecher

Freiberger gewinnen Kräfteschlacht in Gotha mit 39:38 (19:20)

Die erste Auswärtsfahrt der „neuen“ HSG Freiberg führte das Team zu den heimstarken GoGo`s (Gotha/Goldbach) nach Thüringen. Die Voraussetzungen hätten dabei für Trainer Andreas Bolomsky kaum schlechter sein können. Felix Lehmann fiel nach seiner Verletzung der Vorwoche ganz aus, Kevin Elsässer wollte es zumindest probieren und konnte ca. 15 Minuten helfen, weitere Spieler lagen die abgelaufene Woche im Krankenbett und standen immer noch geschwächt und keinesfalls vollstens einsatzfähig auf dem Feld. Björn Richter konnte vergrippt die Reise erst gar nicht mit antreten. Umso mehr sollten und wollten sich die übrigen Kameraden mit Leidenschaft und Siegeswillen aufopfern, aber auch diese dezimierten sich leider zu schnell immer weiter.

Die Hausherren legten zunächst vor, antworteten auf das schnelle Spiel der Freiberger mit viel Härte und versuchten das Tempo von Beginn an zu verschleppen. Nach zahlreichen Behandlungspausen auf beiden Seiten gab es aber einen großen Unterschied. Wir hatten Mitte der ersten Halbzeit mit Eric Bolomsky und Patrick Junghanns bereits zwei Akteure verletzt verloren und die HSG-Trainer mussten immer weiter in den Positionen improvisieren. Mit viel Kampfgeist erzielte Nico Werner in der 20. Spielminute, nach anfänglichem 4-Tore-Rückstand, dann endlich mit dem 12:12 den ersten Ausgleichstreffer. Aber nahezu keiner der Freiberger konnte an diesem Tag, in dieser immer wieder improvisierten Besetzung, seine Bestform abrufen. Martin Schettler, als wurfgewaltiger Torgarant sicher auch in Gotha bekannt, wurde von den Gastgebern immer wieder sehr gut gestoppt und so mussten Andere für den Torschützen in die Bresche springen. Das taten vor allem Adrian Kammlodt, Jens Tieken und Nico Werner mit herausragenden Ergebnissen. Viel später, nach dem Spiel, staunte unter anderem auch Martin Schettler: „ Was wird eigentlich passieren, wenn wir mal alle richtig gut spielen?“ Dennoch reichte es zunächst nicht, die Spielführung zu erkämpfen und ein erneuter Rückstand pegelte sich bei minus 1-2 Toren ein. Beim Stand von 20:19, aus Sicht der Hausherren, wurden die Seiten gewechselt.

Das Spiel blieb hart umkämpft und beide Mannschaften bestritten die zweite Spielhälfte weiter auf Augenhöhe. Jetzt endlich setzten auch die Freiberger den ersten Führungstreffer (22:23) und konnten dies bis zum 25:26 halten. In der 40. Spielminute kamen dann die GoGo`s wieder zum Ausgleich und nutzen den Schwung zum Ausbau der Heimführung (31:28). Aber das Spiel hatte noch viele Minuten Spannung zu bieten. Die ca. 40 mitgereisten Freiberger Handballenthusiasten trommelten und brüllten ihr Team weiter nach vorn. So viele heisere und verschwitzte Fans, wie nach diesem Spiel, gibt es sicherlich dann auch nicht alle Tage. Der Chefdirigent an der Seitenlinie konnte seine Mannschaft kaum noch mit Anweisungen hörbar erreichen, aber die eigenen HSG-Fans schon. Auf sein Zeichen verstummte der Freiberger Fanblock mehrmals sofort, der Cheftrainer rief seine Anweisungen aufs Spielfeld und danach setzte der nach vorn treibende Lärm gleich wieder ein. Innerhalb weniger Sekunden netzten wenig später Werner, Kammlodt und Randt zum wiederholten Ausgleich ein (31:31). Fortan wechselte die knappe 1-Tore-Führung zwischen den Mannschaften hin und her und erst Martin Steinfeld konnte mit seinem ersten Saisontreffer in der vorletzten Spielminute eine Zwei-Tore-Führung erzielen (36:38). Das schnelle Spiel der schon lange ohne einsatzfähigen Wechselspieler agierenden Freiberger produzierte nun aber auch nochmals zwei schnelle Fehler. Gotha kommt zum 38:38-Ausgleich, Freiberg vergibt erneut und die Hausherren sind in Ballbesitz. Spannender kann das Spielende kaum sein. Die Gastgeber folglich nochmals mit ihrer Auszeit bei 59:31. Die eigene Unterzahl gleichen die GoGo`s mit einem zusätzlichen Feldspieler, also mit Verzicht des Torwarts, aus. Die Halle steht Kopf, eins, zwei Freiwürfe und dann kommt der Torwurf der Thüringer und das Glück der Sachsen! Innenpfosten und der Ball prallt ins Seitenaus – Ballbesitz HSG Freiberg und es sind noch 10 Sekunden zu spielen.

Noch 10? Da kommen beim Runterzählen kurz Erinnerungen vom Kallinatortraining auf. Zur Erreichung des Zieles mit Leidenschaft und unbändigen Siegeswillen hat auch dieses Extremtrainerteam ständig von 10 runter gezählt. Also:
„noch 10-9-8-7-6-5-4-3-“ und plötzlich der Wurf von Adrian Kammlodt aufs vom Leibchenspieler gehütete Tor – Treffer! Tooor! 38:39 und noch zwei Sekunden, dann endlich der Abpfiff – Sieeeg!!! Sofort sind Mannschaft und Fans, gleichermaßen erschöpft, im ausgelassenen Siegestaumel.

Aber es gibt auch einen riesigen Wermutstopfen nach dem Spiel. Nur drei Akteure konnten die Heimreise ohne größere Blessuren antreten und vor allem die Beiden früh verletzt ausgefallen Spieler könnten noch beim nächsten Spiel fehlen. Wahrscheinlich haben es die Gastgeber dann auch mit dem zur Verfügung stellen von nur kaltem Duschwasser, mit dem man ja Wunden gut kühlen kann, gut gemeint. Die HSG Freiberg nimmt auch das gern mit einem Lächeln in Kauf – sie hat die Punkte und „Warmduscher“ gibt es in dieser jungen Mannschaft sowieso schon lange nicht mehr.

Cheftrainer Andreas Bolomsky dankte dann auf der Rückfahrt nochmals allen mitgereisten Unterstützern, die den Siegeswillen und die Leidenschaft mit ihrem unermüdlichen Einsatz auf der Tribüne nie verlöschen ließen.

Die HSG Freiberg steht nun mit 4:0 Punkten mit in der Spitzengruppe der Mitteldeutschen Oberliga und empfängt am nächsten Samstag mit der HSG Werratal den aktuellen Thüringenmeister. Der spielstarke Aufsteiger wird ebenso als schwer zu nehmende Hürde eingeschätzt. Die Mannschaft ist sich allerdings sicher, dass es in der Freiberger Ernst-Grube-Halle eine erneut überwältigende Unterstützung von den Rängen geben wird.

Der Kartenvorkauf ist bereits angelaufen und man kann nur allen Interessierten raten sich die Tickets bei Zeiten im Vorverkauf zu sichern. Alle rechnen mit einer restlos ausverkauften Halle. Karten gibt es zu den Öffnungszeiten in der „Fitnessinsel“ am Helmertplatz und täglich zwischen 6:00 und 18:00 Uhr an der Rezeption des „Hotel Kreller“ auf der Fischerstraße zu kaufen. Die restlichen Saisonkarten, immer noch mit einem Preisvorteil von zwei Spielen, sind hingegen nur noch in der HSG-Geschäftsstelle zu erwerben. Der Kartenvorverkauf in der HSG-Geschäftsstelle wird wieder freitags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr besetzt sein.

Statistik:
HSG: Gerd Vogel, Tino Hensel; Eric Bolomsky (1/1), Martin Steinfeld (1), Martin Schettler (2), Eric Neumann (3), David Dehn, Felix Randt (5/4), Adrian Kammlodt (12), Patrick Junghanns, Kevin Elsässer, Jens Tieken (6), Nico Werner (9)
Zeitstrafen: HSG 4 Min. ; GoGo 10 Min.
Siebenmeter: HSG 7/5 ; GoGo 2/1
Schiedsrichter: Marco Hoffmann und Christian Meyer (HV Sachsen-Anhalt)
Zuschauer:150

HSG-Männer in Gotha zu Gast

Am Samstag reisen die HSG-Männer zur ersten Auswärtsaufgabe nach Gotha. Bei der gastgebenden HSG Gotha/Goldbach ist 19:00 Uhr Anwurf der Partie.

Die GoGo`s haben letzte Saison als Liganeuling den Klassenerhalt geschafft und waren nur einen Platz hinter unserer HSG eingekommen. Dabei konnten die Thüringer vor fast exakt einem Jahr in dem ersten Spiel gegen uns ein Remis erstreiten, mit dem wir uns auch noch als Punktgewinner sehen mussten. Das Rückspiel in Freiberg gewannen wir mit 31:28 in heimischer Halle dann auch nicht unbedingt überzeugend. Das ist aber alles „Schnee von gestern“. Wir haben eine völlig neu aufgestellte, extrem junge Mannschaft und wollen mit dem Wind des Auftaktsieges nun auch in Gotha nachlegen. Einfache Aufgaben gibt es sowieso nicht in der Liga, aber dafür haben wir mit Eric Neumann, der aus seinem Urlaub zurück ist, eine weitere feste Größe des letzten Spieljahres wieder dabei.

Die Gastgeber haben zwar ihre Auftaktpartie beim Drittligaabsteiger in Aschersleben verloren, sich aber mit 27:31 wahrscheinlich gar nicht schlecht geschlagen. Eins scheint sicher, mit den GoGo`s erwartet uns eine heimstarke Mannschaft der wir mit viel Laufbereitschaft die Punkte rauben wollen.

Der Mannschaftsbus startet am Samstag pünktlich 14:00 Uhr an der Ernst-Grube-Halle. Fans können dabei wieder im Mannschaftsbus mitreisen.

MJC – erfolgreicher Start in die Saison: 36:35 im Bezirkspokal

Endlich sollte nun die neue Saison beginnen. Nachdem die Jungs in der Vorbereitung, einschließlich Trainingslager in Altenberg, so richtig „rangenommen“ wurden, waren wir gespannt, ob das Leistungsvermögen gegen einen Sachsenligisten ausreichen würde. Am Tag davor tankten wir nochmal kräftig Selbstvertrauen bei einem Turnier in Radebeul mit dem 3. Platz und nur einer knappen Niederlage gegen das tschechische Leistungszentrum Lovosice.

Nun also das Bezirkspokalspiel gegen die NSG Oelsnitz/Plauen-Oberlosa. Dass sich die Gäste gleich zu Beginn mit 3 Toren in Führung warfen, empfanden wir als Normalität. Dass sich das Spiel aber in der Folgezeit völlig ausgeglichen gestaltete und wir in allen Belangen mithalten konnten, war dann doch überraschend und vor allem mutmachend. Die NSG konnte sich im Verlauf der ersten Halbzeit nicht weiter absetzen und so ging es mit einem 19:21 in die Pause.

Am Spielverlauf änderte sich zunächst auch in der zweiten Halbzeit nichts. Die Gäste konnten zwar zeitweilig einen 5-Tore Vorsprung herauswerfen, unsere HSGler kämpften sich aber immer wieder heran und erzielten ca. 10 min vor Ende mit dem 30:30 erstmalig den Ausgleich. Mit unbändigem Kampfgeist wurde sich in der Abwehr den Angriffen entgegen gestellt und so die Gegner zu Fehlwürfen gezwungen. Ein wie entfesselt aufspielender Lorenz Nossek, der die tollen Anspiele mit größter Sicherheit zu insgesamt 15 Toren nutzte, warf uns in Führung. Nun zeigte sich auch der Vorteil einer gut besetzten Bank. Während die Gäste kräftemäßig nachließen, konnten wir immer wieder gleichwertige Spieler nachschieben und so das Tempo hochhalten. So überstanden wir sogar eine zweifache Unterzahl kurz vor Schluss und schließlich endete alles nach dem 36:35 Endstand im gemeinsamen Jubel mit unseren Fans.

Jungs: Die Maßstäbe sind gesetzt. Ihr habt gegen einen starken Gegner, der sich immerhin in der Sachsenliga behaupten will, gezeigt, zu welchen Leistungen Ihr fähig seid. Die Saison hat aber erst begonnen und noch schlummern große Fähigkeiten in Euch. Diese gilt es durch fleißiges Training zu entwickeln. Lasst es uns angehen!

Text: Thomas Schmalfuß

Kartenvorverkauf für das zweite Heimspiel bereits gestartet

Nachdem die Nachfrage nach Tickets für das erste Saisonspiel in der Ernst-Grube-Halle überwältigend war und fast 50% der Sitzplätze vorab vergeben waren, liegen ab jetzt bereits die Karten zum Vorverkauf in unseren beiden Außenstellen bereit. Wer sich für nächste Woche Samstag den 27.09.2014, die Karten schnellstens sichern möchte, kann dies täglich in der Fitnessinsel am Helmertplatz oder ebenfalls täglich zwischen 6:00 und 18:00 Uhr an der Rezeption im Hotel Kreller auf der Fischerstraße tun.

Auch unsere rege genutzte Onlinereservierung ist ab sofort für das Spiel gegen den Aufsteiger HSG Werratal möglich.–>
http://hsg-freiberg.de/tickets/ Über 100 Karten wurden so letzten
Samstag zum Saisonauftakt geblockt.

Der Verkauf der restlichen verfügbaren Dauerkarten zum Preis von 60,00 € (Ermäßigte 40,00 €) ist hingegen nur noch in der HSG-Geschäftsstelle, Tschaikowskistr. 15 oder an der Tageskasse am Spieltag vorgesehen. Wer sich jetzt noch für einen Stammplatz per Saisonkarte entscheidet, hat zudem immer noch den finanziellen Vorteil von 2 Heimspielen (12,00 € bzw. 8,00 € beim Besuch aller 12 verbleibenden Heimspiele gespart).