Der Dachs kommt!

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Freiberger erwarten den Vorjahresdritten SV Oebisfelde

Am Samstag haben wir in der Freiberger Ernst-Grube-Halle wieder einen langen Handballtag. Vormittags startet die männliche B-Jugend 10:00 Uhr in der Landesliga gegen den Nachwuchs von der DHfK Leipzig und ab 15:00 Uhr laufen die Männerteams auf. Unsere Dritte kämpft dann gegen Beierfeld um Punkte und ab 17:15 Uhr tritt die Oberligareserve gegen SG Zabeltitz/Großenhain an.

Die „Erste“ startet wie gewohnt 20:00 Uhr und empfängt dabei den Vorjahresdritten SV Oebisfelde.

Die Oebisfelder gehören zu den bekannten Gesichtern, den fünf Teams die nun seit Neueinführung der Liga auch das fünfte Jahr in der Mitteldeutschen Oberliga spielen. Das verbliebene  Quintett aus dem ersten Jahr wird vervollständigt mit Staßfurt, Radis, Hermsdorf und Freiberg. Dabei waren die Oebisfelder für die HSG stets ein gleichwertiger und unbequem zu bespielender Gegner. So nahmen die Gäste im ersten Aufeinandertreffen in Freiberg damals zwar nur einen Zähler mit auf die Heimreise, aber es war für die HSG Freiberg der erste abgegebene Heimpunkt seit sehr vielen Monaten. Erst eine Saison später gelang es einer Mitteldeutschen Mannschaft erneut Punkt bzw. Punkte in Freiberg einzusacken. Wieder waren es die Oebisfelder die die Freiberger Heimserie dann gänzlich brachen. Seitdem geht in den Duellen aber der jeweilige Gastgeber, stets knapp mit nur eins/zwei Toren Differenz, als Sieger heraus.

Mit einem knappen Sieg würde die HSG also die Statistik bestätigen und wäre mit den zwei Punkten auch sehr zufrieden. Ein Ergebnis wie aus der erwähnten Niederlage aus dem Jahr 2011, damals 19:22, erscheint hingegen nicht mehr reell. Trainer Andreas Bolomsky wird weiter auf offensiven Tempohandball setzen und die Gegner werden sich darauf immer besser einstellen.  Bis jetzt haben alle Gegner die hohe Laufarbeit angenommen und sind damit selbst zu sehr vielen Torerfolgen gekommen.  Letztes Wochenende hat dies der Gegner besser als die HSG gemacht und konnte am Ende einen Treffer mehr erzielen.

In eigener Halle soll und muss nun natürlich wieder ein Doppelpunktgewinn her und die komplette Mannschaft wird mit der Unterstützung der Fans wieder bis zur letzten Sekunde kämpfen.

Wer das dritte Heimspiel der HSG Freiberg nicht verpassen möchte, sollte sich seine Karte im Vorverkauf sichern. Karten gibt es bis Freitag an der

Rezeption Hotel Kreller, Fischerstraße und in der Fitnessinsel am Helmertplatz

Alternativ können die Tickets aber auch HIER online vorreserviert werden.

Für alle die sich im Internet und bei facebook bewegen, besteht die Möglichkeit noch vor dem Spiel der 750. „Freund der HSG Freiberg“ zu werden und somit in den Genuß zweier Freikarten für das Spiel gegen Oebisfelde zu kommen. Seit Saisonbeginn vor vier Wochen hat sich diese Zahl der Info-Abonnenten von 570 auf 744 vermehrt. Also dranbleiben, 750. werden und Freikarten einsacken.

Bittere Auswärtsniederlage im Vogtland

In letzter Sekunde musste sich die HSG Freiberg III dem TSV Oelsnitz mit 30:31 (16:14) geschlagen geben.

Die „Dritte“ startete verhalten ins Spiel und lief früh einem Rückstand hinterher. Es dauerte ca. 20 Minuten bis die Gäste auf der Höhe des Geschehens waren. Aus einem 7:10 machten die Freiberger ein 12:11. Zur Halbzeit leuchtete sogar ein 16:14 für die HSG auf. Viele ausgelassene Chancen verhinderten eine bessere Ausgangssituation für die zweite Halbzeit.

Konzentriert kamen die Schützlinge von Markus Lehmann aus der Kabine und bauten den Vorsprung nach und nach auf 5 Tore aus (25:20). Beim 27:22 in der 45.Minute gab es einen unerklärlichen Bruch im Freiberger Spiel und die Gastgeber kamen Tor um Tor heran. Fünf Minuten vor Ultimo glich Oelsnitz aus und die Halle kochte (28:28). Die HSG ging anschließend zwar noch einmal in Führung, aber die Gäste hatten das schlechtere Ende für sich. Nach dem 30:30-Ausgleich durch Mader 8 Sekunden vor Schluss, setzen die Gastgeber im folgenden Angriff den viel umjubelten 31:30-Schlusspunkt.

Trotz der Niederlage kann die HSG III aufgrund der gezeigten Leistung optimistisch ins Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Beierfeld gehen.

Statistik:
HSG: Sahlmann(1.-60.Minute); Balig, Hille(1), Matzke(5), Mader(7/3), Haufe(1), Hengst(4),
Schneider(5), Wolowski(6), Fischer(1)

Text: Richard Wolowski

A-Jugend verliert in Zwönitz 40:33

Vorab! So deutlich wie diese Niederlage klingt, so deutlich war der Unterschied in einer fairen und kampfbetonten Partie nicht. Nein, eigentlich waren wir mit den Gastgebern der NSG Zwönitztal auf Augenhöhe. Doch dann kommt das große ABER!

Der Unterschied lag ganz einfach in der Chancenverwertung, an einer unterirdischen Torhüterleistung und an der Tatsache, dass die „Halblinken“ nicht ein Tor in 60 Minuten Spielzeit geworfen haben.

Das Spiel begann mit schwungvollen Angriffen der HSG-Sieben. Schon wie im letzten Spiel vor 14 Tagen war wieder Lust und Leidenschaft auf dem Handballparkett zu erkennen gewe-sen. Die Gastgeber gingen zwar in der Anfangsphase mit 4:1 in Führung, doch die Gäste aus der Universitätsstadt schafften es den Abstand bei 2-3 Toren zu halten. Erst zum Ende der ersten Spielhälfte kamen die Hausherren über die Spielstände 10:7 und 19:16 zu einem verdienten 23:17 Pausenstand.
Die zweite Halbzeit begann mit Anwurf der Gäste, aber mit einem Tor der Zwönitzer Hand-baller. Es war das Spiegelbild der 1. Halbzeit, mit massig vergebenen Torchancen, einer nur leicht verbesserten Torhüterleistung und wenn getroffen wurde, dann nur über die rechte Angriffsseite. Symptomatisch für dieses Spiel ist, dass die Linkshänder Bruno Zeidler und Georg Weichelt allein 25 der 33 geworfenen Toren erzielt haben.
Trotz Einsatzwillen und Laufbereitschaft schafften es die Freiberger Jungs nicht näher an die Zwönitzer Mannschaft heranzurücken. Am Ende stand eine 40:33 Niederlage auf dem Pa-pier. Die Gründe wurden bereits genannt.

Fazit: Wie eingangs erwähnt fand unsere linke Angriffsseite nur spärlich statt und wenn, dann gingen die Würfe in den Zwönitztaler Handballhimmel. Einen starken Auftritt hinterließen Bruno Zeidler und Georg Weichelt, nicht nur wegen der Tore.

Für die A-Jugend der HSG spielten: Grämer, Reuther; Zeidler (10), Wendler (1), Holz, Wei-chelt (15/1), J. Lorenz (4), Friese, Weigt (1), M.Lorenz (1)

7-Meter: HSG 2/1 – Zwönitz 2/2
2-Minuten: HSG 5 x 2 Minuten – Zwönitz 2 x 2 Minuten

Text: Holger Weichelt
Foto: Dana Wendler

44:19 Sieg gegen TSV Penig

Die Geschichte dieses Spieles ist schnell erzählt.

Bereits mit dem ersten Angriff der Peniger wurde klar, dass diese ihr Heil in einem extrem langsamen Spielaufbau suchen würden. Folgerichtig endete dieser Angriff auch mit einem Zeitspiel. In der Folgezeit spielten unsere HSGler nun ihr gewohnt schnelles Spiel, dem die Gegner nicht viel entgegen zu setzen hatten. Der Vorsprung wurde so bis zu Pause auf 21:11 ausgebaut. Die 2. Halbzeit wurde noch deutlicher dominiert und letztlich der Endstand von 44:19 herausgeworfen.

Zu bemängeln war nur, dass wir uns zwischenzeitlich doch zu einem recht wilden Handball verleiten ließen und so ganze Fehlerketten produzierten. Dass unsere Chancenverwertung verbesserungsbedürftig ist, stellt auch keine neue Erkenntnis dar.

Letztlich bleibt, dass sich unsere Jungs für die fleißige Trainingsarbeit ordentlich belohnt haben.

 

Text: Thomas Schmalfuß

Schlechte Gewinner in Staßfurt, HSG kassiert Prügel (wörtlich)

Oft hört man den Begriff „Schlechte Verlierer“ und auch wir haben uns so etwas von den Gastgebern nach dem Spiel anhören müssen. Warum? Keine Ahnung. Wir erkennen an wenn jemand  ein Tor besser ist. Das was das Spiel bzw. die Tätlichkeiten an rechtlichen Folgen nach sich ziehen wird, kann man kaum als Aktion eines „schlechten Verlierers“ nennen. Handball ist kein rechtsfreier Raum zum austoben und schlagen, auch nicht wenn man glücklich und knapp zwei Punkte gewonnen hat!

Aber zunächst zum Spiel.

Der HSG Freiberg war bewusst was für eine körperlich präsente und gut eingespielte Mannschaft in Staßfurt wartet. Mit gezielten Tempoverschleppungen durch permanentes Liegebleiben, auch ohne Gegnerberührungen, wurden so von den Gastgebern immer wieder Wischerpausen erzwungen. Der Wischer hatte dafür extra in Schlafmodus geschalten und stets besonders gründlich gewischt. Dennoch gelang es der HSG nach dem schon fast üblichen Anfangsrückstand (0:4) das Spiel zu drehen und beim 10:9 erstmals die Führung zu erringen. Es entstand ein temporeiches, spannendes Spiel das im offenen Schlagabtausch geführt wurde. Zumindest für die Freiberger ist dies allerdings nur ein „Geflügeltes Wort“. Die Spielführung konnte dann im weiteren Verlauf sogar zwischenzeitlich auf 4-Tore (13:9/14:10) ausgebaut werden, ehe die Heimmannschaft nach zu viel liegen gelassenen Chancen der Freiberger sich wieder heran kämpfte. In den letzten drei Spielminuten der ersten Hälfte wurde dann auch die HSG noch mit drei Zeitstrafen belastet, so dass im Spiel drei gegen sechs die Tordifferenz von 23:20 auf 23:22 schmolz. Dennoch gelang es Kevin Elsässer mit einem Rückraumwurf das 24:22 in dreifacher Unterzahl zu erzielen. Für alle Kritiker nochmals anders formuliert – im Unterzahl-Positionsangriff! Mit 25:24 aus Freiberger Sicht ging es vorm Seitenwechsel in die Kabinen.

Mit Beginn der zweiten Dreißig erzielten die Rot-Weißen sofort den Ausgleich, doch die HSG-Männer kämpften sich mit Ballgewinnen und Tempogegenstößen wieder in Vorhand. Dem Publikum missfiel die Art des Handballs und die Halle fing mächtig an zu kochen. Der Hallensprecher schüttete dabei ungehalten mit Kommentaren wie z.B. „Das war schon das 6. weggepfiffene Tor der Herren in Rot“ weiter Öl ins Feuer, der Wischer tobte bei jeder zu Unrecht empfundenen Entscheidung an seinem Platz am Kampfgericht kräftig mit und schmiss auch mal sein Arbeitsgerät wütend aufs Spielfeld. Wie erwähnt, es brodelte und brodelte und das auf allen Ebenen. Die Hoffnung das die erneute Vier-Tore-Führung der HSG (40:36), über den heraus ragenden Björn Richter, vielleicht das Geschehen etwas beruhigen könnte, zerstörten sich die Freiberger erneut mit einer Serie von Fehlern und Fehlwürfen.

Innerhalb von drei Minuten fiel die 41:38-Führung auf 41:41 zusammen, der anschließende Führungstreffer der Hausherren löste vier Minuten vor Ultimo bei den Gastgebern grenzenlosen Jubel aus. Von da an wussten die Staßfurter dass sie heute die „Jungen Wilden“ aus Freiberg schlagen können und generierten letzte Körner für die kräfteaufreibende Partie. Waren die Freiberger nun beeindruckt oder schon verängstigt? Es gelang zumindest nicht mehr viel und auf jeden Fall nicht mehr genug. Weitere Anschlusstreffer folgten, aber die Gastgeber legten weiter vor (45:42). Zwei weitere Gegenstoßtore ließen den Spielstand auf 45:44 verkürzen, beim allerletzten Gegenstoß wurde Björn Richter übel von hinten in die Beine getreten. Die Disqualifikation sparten sich die Schiedsrichter und entschieden nur auf Siebenmeter, die Zeit war nun abgelaufen und Spieler und Fans stürmten das Feld. Die Bank der Gastgeber bekam nun für das vorzeitige Betreten noch die völlig irrrelevante Rote Karte und die Zuschauer wurden von Spielfeld entfernt.

Der letzte Siebenmeter, bei abgelaufener Spielzeit hätte nun die zweifellos gerechte und verdiente Punkteteilung bringen können. Aber der Staßfurter Schlussmann blieb in diesem Duell verdienter Sieger. Was dann allerdings abging wird nun im Nachgang sicherlich als übertrieben belächelt, ich beschränke mich aber auf die reine Schilderung der erlebten Tatsachen mit Augenzeugen.

Noch am Siebenmeterpunkt wurde unser Werfer von Staßfurter Spielern bestürmt, umgerissen, geschlagen getreten. Ich als dazu Eilender wurde sofort ohne Vorwarnung  von der Staßfurter Nr. 10 mit der Faust ins Gesicht geschlagen und weitere Spieler bedrängten mich und schubsten mich (Gott sei Dank) ins Fangnetz. Von Eric Bolomsky ablassend erkannte dieser, dass sogar Zuschauer mit einer umgehängten Akkreditierung (Sponsor, Ordner oder was auch immer?) ihn nochmal an Kopf und in die Rippen traten. Einzig Uwe Mäuer fiel mir in dieser Situation auf, der kühlen Kopf bewahrte und diesen Vorgang seiner Spieler beendete. Weitere verbale Drohungen oder dieser hohle Schwachsinn dann vom „schlechten Verlierer“ zu sprechen mussten wir natürlich ertragen. Die Schiedsrichter selbst haben nur noch den Vorgang beobachten können, wie unser Spieler von den Staßfurtern am Siebenmeterpunkt umgerissen wurde, danach waren Sie verständlicherweise mit dem Selbstschutz der eigenen Gesundheit voll beschäftigt. Nur noch mal als Zwischenhinweis, wir reden immer noch von einem Handballspiel das die HSG Freiberg fair verloren hat.

Der verdiente Siegesjubel der Staßfurter wurde mit gelebter Brutalität gemeinsam mit (einigen, wenigen) Zuschauern gefeiert. Das ist einfach unglaublich und ich fordere vom Handballband Mitteldeutschland klare Konsequenzen für diese Vorfälle.

Nun nur noch eins. Eric Bolomsky verwarf den Siebenmeter und das grottenschlecht. Auf der Heimfahrt war er dennoch glücklich verworfen zu haben: „Hätte ich getroffen, hätten die mich bestimmt getötet!“

Sport frei!

Jörg Kalinke
Manager HSG Freiberg

Statistik:
HSG: Gerd Vogel (1.-60. Min.), Tino Hensel (3x bei 7m.); Felix Lehmann (3), Eric Bolomsky (8/5), Martin Steinfeld, Martin Schettler (4), Eric Neumann (3),  Björn Richter (12), David Dehn (2), Felix Randt, Adrian Kammlodt, Kevin Elsässer (8/2), Jens Tieken (1), Nico Werner (3)
Zeitstrafen: HSG 14 Min. ; HVRW 30 Min.
Siebenmeter: HSG 9/7 ; HVRW  6/6
Schiedsrichter:  Christian Göhring / Dirk Neumann (Thüringer HV)
Zuschauer: ca. 250

HSG II scheitern an sich selbst

Mit einer deutlichen 32:39-Niederlage kehrten die Reservedachse von ihrer Auswärtsaufgabe VfL Waldheim zurück und bleiben damit in der Fremde weiter erfolglos.

Mit der Startaufstellung Rehnert, Ulbricht, Hruschka, Oehme, Neubert, Werner und Lehmann im Tor wurde von Beginn an offensiv verteidigt und im Spiel  nach vorn der schnelle Abschluss gesucht. Das funktionierte bis zur 8. Minute und einer 7:4-Führung recht gut, doch bereits jetzt brachten einfache Abspielfehler und voreilige Würfe die Gäste um eine deutlichere Führung. Die HSG-Abwehr verlor dann zunehmend den Zugriff auf den Waldheimer Angriff und so gelang den Hausherren Mitte der ersten Halbzeit beim 9:9 der Ausgleich. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel bis zum 14:14, ehe die HSG den Spielbetrieb einstellte und sich in den letzten Minuten der 1. Halbzeit einen 4-Tore-Rückstand mit in die Kabine geben ließ. In dieser saß dann auch schon Uwe Lange, der kurz nach seiner Einwechslung den Ellbogen des Angriffsspielers ins Gesicht bekam und mit einer Platzwunde unterm Auge für den Rest des Spiels zum Zuschauer degradiert wurde. Unser Dank geht an die Mannschaftsärztin der zweiten Mannschaft aus Waldheim, die sich in der Halbzeit und auch nochmal nach dem Spiel um die Erstversorgung kümmerte.

Nach deutlichen Worten des Trainerteams Weise/Welz sollte nun in Hälfte 2 auf dem Feld die Aufholjagd gestartet werden, doch der Rückstand konnte nie auf weniger als 3 Tore reduziert werden. Die Hoffnungen auf ein besseres Ergebnis machte man sich selbst zunichte: Abspielfehler, wenig Zusammenspiel im Positionsangriff und mangelnde Chancenverwertung vorn sowie kaum Abstimmung in der offensiven Abwehr hinten. So konnten die Waldheimer auf 8 Tore enteilen und trotz nicht aufgebender Dachse2 den Sieg recht locker nach Hause bringen.

 

Die HSG Freiberg 2 spielte mit:
Lehmann, Koch, T. Neubert (10), C. Werner (1), Lange, Hruschka (7), Jaeger (1/1), Frohs, Oehme, Rehnert (4), Kelm (2), Ulbricht (6), Schuster

Tabellenführer muss nach Staßfurt

Nach nur einer Woche Spielpause geht es für die HSG-Oberligahandballer am vierten Spieltag zur nächsten Auswärtsaufgabe nach Staßfurt. Dort erwartet die HSG eine gestandene Mannschaft die eigentlich jedes Jahr das Potential für Podiumsplätze besitzt. Doch auch in der abgelaufenen Saison erreichten die Männer von Uwe Mäuer „nur“ den sechsten Rang, lagen aber damit natürlich deutlich vor der Freiberger Mannschaft (9. Platz). Während sich das Freiberger Team bis auf einige Stützen komplett verändert hat, verfügen die Rot-Weißen über ein gut eingespieltes Team. Die letzten vier Begegnungen gingen allesamt mit Doppelpunktgewinnen an die Anhaltiner.

Da nun einen Favoriten auszumachen ist unmöglich. Die HSG Freiberg ist es sicherlich nicht, läuft aber als Tabellenführer (6:0 Punkte) beim Tabellensiebenten (3:3) auf. Eins scheint jedoch sicher: es sollte eine spannende Partie werden, die mit welchem Ausgang auch immer, eine wichtige Erfahrung in der Entwicklung der Freiberger Mannschaft bedeuten wird.

Für die Freiberger verlief allerdings nach der kurzen Pause die Vorbereitung nicht ganz optimal. Beide Trainer sind erkrankt und so läuft die Vorbereitung nach Bolomskys Vorgaben unter den Fittichen von Michael Weise. Eigentlich sicher kein zu großes Problem, da mit dem neuen Cheftrainer das Miteinander deutlich größer geschrieben wird und Trainingsinhalte, sowie  Spielsysteme zwischen den beiden Teams immer mehr angeglichen werden. Bleibt zu hoffen, dass der Cheftrainer zumindest am Samstag wieder fit genug für die Seitenlinie ist.

Die Reise startet für die Mannschaft am Samstag 13:30 Uhr an der Ernst-Grube-Halle. Ob es auch diesmal ausreichend Mitfahrgelegenheiten für die begleitenden Fans gibt, kann erst kurzfristig entschieden werden. Die Organisation von eigenen Mitfahrgelegenheiten erscheint momentan ratsam.

Interview mit dem Cheftrainer Andreas Bolomsky

Nach dem unglaublichen Heimspielsieg am 27.09.2014 meldete sich das Handballportal „handball-world“, welches eigentlich nur bis zur dritten Liga berichtet mit dem Wunsch nach einem Interview.

Das nachstehende Interview ist auch bei handball-world zu finden:

Herr Bolomsky, mit 106 Toren dürfte das Spiel Ihrer HSG Freiberg gegen die HSG Werratal das vielleicht torreichste Ligaspiel überhaupt sein – wie haben Sie diesen Sieg erlebt?

Andreas Bolomsky:
An der Seitenlinie. Spaß beiseite. Das Ergebnis ist für mich nichts Ungewöhnliches! Ich betreue den Großteil dieser Mannschaft seit elf Jahren, angefangen in der F-Jugend. Alle erfolgreichen Jahre war das ein Alleinstellungsmerkmal unserer Dachse. Wir waren in Deutschland und vor allem im Ausland aufgrund unserer offensiven Abwehrarbeit und dem dynamischen Angriff immer wieder ein willkommenes Anschauungsobjekt und haben auch in der JBLH gezeigt, dass man auch ohne Übergrößen erfolgreich Handball spielen kann.

Wie konnte es aus Ihrer Sicht zu diesem Ergebnis kommen? War Ihre Mannschaft so gut aufgelegt?

Andreas Bolomsky:
Die Mannschaft war nicht besser als sonst! Beleg sind die sonst auch üblichen vielen, vor allem freien Fehlwürfe (30) und die hohe TRF-Anzahl (ich glaube 16). Wir haben einfach nur in unserer Abwehr an dem Tag noch mehr Bälle schnell gewonnen. Das Resultat wollte keiner! Wir spielen aber, häufig sehr zum Missfallen einiger Zuschauer, immer bis zum Schlusspfiff „volle Pulle“ und das seit der E-Jugend – unabhängig vom Spielstand.

Überwiegt die Freude über die große Anzahl an eigenen Toren oder ärgern Sie vielmehr die vielen Gegentore?

Andreas Bolomsky:
Weder noch! Sie haben ja gerade erfahren, wie viel Verbesserungsbedarf noch vorhanden ist. Und, viele belächeln uns intelligenterweise mit unserem 3:3- Abwehrsystem. Nur ganz wenige Trainer bekommen mit, dass damit unglaublich viele einfache und vor allem saubere Ballgewinne erzielen. Am Wochenende waren es über 55, wenn ich die Zahl richtig habe. Es wären sogar noch viele mehr, wenn das Thema „Schritte“ eine höhere Beachtung hätte – und das sind Ballgewinne ohne Härte und für die Gesundheit der Gegenspieler gefährliche Aktionen!

Wenn man hört, dass in einem Spiel über 100 Tore gefallen sind, geht man ja eigentlich eher von schlechten Deckungsreihen aus, die dem Angriff das Tore werfen dadurch erst ermöglichen …

Andreas Bolomsky:
Es ist ein unglaublich weit verbreiteter Fehler der Abwehrarbeit ein schlechtes Zeugnis zu geben! Gerade die gute Abwehr hat uns die vielen Ballgewinne beschert. Im Angriff dagegen haben wir eine Effektivität von knapp über 50 Prozent erzielt. Zum einen, weil wir weiterhin im Angriff noch viel Potential zu einfach verschenken und zum anderen natürlich auch, weil uns auch der Gegner und der sehr gute gegnerische Torhüter viele Bälle abgenommen haben. Unser Ziel muss als sein, den Angriff weiter zu verbessern und natürlich gibt es auch in der Abwehr Bedarf. Wir werden beides versuchen!

Was muss der Spieler ausgeben, der das 60. Tor geworfen hat?

Andreas Bolomsky:
Bei uns nichts. Er hat nur eines von 60 Toren geworfen. Kann sein, dass die Spieler intern damit ihren Spaß haben, aber sonst gar nicht. Das Ergebnis ist doch nur das Resultat einer Teamleistung. Das haben wir auch noch nie anders gehalten und wir haben schon viele Tore geworfen und viele Siege errungen.

Sie haben diesen Sieg vor eigener Kulisse feiern dürfen. Könnten Sie kurz schildern, was in der Halle los war: Wie groß war die Begeisterung der Fans?

Andreas Bolomsky:
Die Zuschauer haben sich natürlich gefreut, logisch! Aber diese Begeisterung existiert für die Dachse schon seit Jahren. Die Spiele in der JBLH in den letzten zwei, besonders im letzten Jahr waren oft ausverkauft. Die Stimmung war immer grandios, egal, ob Sieg oder Niederlage. Die Zuschauer haben immer die Leistung anderer Teams, wenn sie besser waren, anerkannt. Genauso haben sie aber auch die Jungen immer unterstützt, weil sie immer alles gegeben haben, von der ersten bis zur letzten Minute. Bei uns geht die Partie sofort mit Anpfiff los und endet mit Abpfiff. Das hat das Publikum geliebt. Bei den Männern wird es in der Halle nun schon lange unglaublich eng, da auch die Männer seit Jahren ein gutes Stammpublikum besitzen. Nun ist das Publikum nur deutlich jünger geworden, ebenso wie der Altersdurchschnitt auf dem Parkett. Wir wollen mit unserem Spiel Begeisterung wecken und die Zuschauer unterhalten! Das ist uns nun schon einige Jahre, fernab vom ganz großen Konzert, sehr gut gelungen.

Der Sieg war ja trotz allem recht deutlich. Was ist aus Ihrer Sicht spektakulärer bzw. unterhaltsamer für die Zuschauer – ein solches Torfestival mit über 100 Treffern oder ein bis zur letzten Sekunde umkämpfes Spiel? Und welche der beiden Varianten ist Ihnen lieber?

Andreas Bolomsky:
Schwer zu sagen. Ich denke, die Zuschauer mögen beides. Sicher von keinem zu viel. Bei den Spielern ist die Meinung diesbezüglich aber eindeutig: Sie lieben lieber die engen Spiele, wo es in jeder Situation darum geht, zu bestehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen! Sie hätten also lieber ein 38:37 gehabt oder wie vergangene Woche auswärts einen 38:39- Sieg. Mir ist das fast egal. Mir ist nur wichtig, dass jeder sein Bestes gegeben hat und alles „sauber“ ablief. Wenn der Gegner besser ist oder einfach mal mehr Fortune hat, ist das auch okay.

Nach drei Spielen stehen 145 geworfene Tore für Ihre Mannschaft zu Buche – war der Angriff ein besonderer Schwerpunkt in der Vorbereitung?

Andreas Bolomsky:
Nein, der Angriff war kein Trainingsschwerpunkt. Schwerpunkt war, die elf A-Jugendlichen mit den verbliebenen Männern, die sich dieser neuen Herausforderung stellen wollten, zu einer Einheit zu formen. Deshalb sind auch noch einige Aktionen in Angriff, wie Abwehr (inkl. Tor) sehr holprig. Wir werden aber versuchen, uns im Training weiter zu verbessern. Eine Einheit stand auf jeden Fall vom ersten Tag auf dem Spielfeld. Ich hätte nie geglaubt, dass das so schnell geht!

Mit 6:0 Punkten sind Sie derzeit Tabellenführer in der Mitteldeutschen Oberliga …

Andreas Bolomsky:
Eine schöne Momentaufnahme! Durch das punktspielfreie Wochenende sind wir es sogar 2 Wochen. Damit sind wir es schon mal länger, als Paderborn in der Fußball-Bundesliga. Von solchen belebenden Elementen lebt doch der Sport!

Zum Abschluss: Wie kann dieser unglaubliche Sieg in dieser Saison noch getoppt werden?

Andreas Bolomsky:
Ich denke schon, dass das getoppt werden kann. Eben dann, wenn man nicht das Einzelergebnis in den Mittelpunkt rückt, sondern einfach die Entwicklung. Wir wollen uns weiter verbessern, gesund bleiben sowie Spaß und Erfolg im Handball haben!

Herr Bolomsky, vielen Dank für das Gespräch.

Sonntag ist Krimi-Tag

Am 28.09.2014 weilten die B-Jugendlichen in Dresden zum Punktspiel gegen den HSV. Die Jungs oder besser jungen Männer aus der Landeshauptstadt begegneten uns schon bei der Quali für die Sachsenliga. Bei diesem Spiel setzten diese sich dank ihrer stärkeren Physis gegen Ende der Partie knapp durch.

Somit wussten alle Freiberger was sie erwartet. Nichts desto trotz legten unsere Nachwuchsdachse nach der obligatorischen Anlaufnervosität los wie die Feuerwehr und konnten bis zur Mitte der ersten Halbzeit eine Drei-Tore-Führung erzielen und durch ein konzentriertes Arbeiten in der Deckung auch halten. Sven ist es gelungen auf der Mitte das Angriffsspiel schnell und sauber zu organisieren. Erstaunlich, wie es ihm gelang durch überraschende Anspiele unseren Dominic am Kreis immer besser einzusetzen, welcher mit Klasse, Übersicht und großartigen Kampf diese in Tore oder Strafwürfe ummünzte. Auch auf der Halblinken überzeugte Niklas ein ums andere Mal und netzte insgesamt fünf Mal ein. Gegen Ende der ersten Halbzeit sollte Sven etwas geschont werden und räumte seinen Platz auf der Mitte.

Dieser Schuss ging nach hinten los! Ab diesem Zeitpunkt agierte der Freiberger Angriff kopflos und die Dresdener zogen mit einem 6:0 Lauf auf 17 : 12 zur Halbzeit davon. Ermutigt von den hervorragenden ersten 15 Minuten wurde die Mannschaft auf die zweite Halbzeit eingestimmt und allen war klar, dass hier trotz des Rückstandes noch etwas zu holen war. Die Jungdachse bäumten sich heroisch gegen die drohende Niederlage auf und verkürzten Tor für Tor. Garant für diese unglaubliche Aufholjagd war auch ein unfassbar starker Torhüter. Dani zog dem HSV Angriff ein ums andere mal den letzten Nerv und brachte ihn mit sensationellen Paraden schier zur Verzweiflung. Fünf Minuten vor Ultimo glichen unsere Jungs dann zum ersten Mal aus und schnupperten an der Sensation. Leider gelang es dem Gegner ein ums andere Mal mit Tempo über die Mitte zu stoßen und immer wieder in Führung zu gehen. So wogte das Spiel hin und her, da unsere Jungs immer wieder in der Lage waren auszugleichen. Zwanzig Sekunden vor Schluss brachte eine Energieleistung des Dresdener Mittelspielers den Gastgeber in Führung.

Die Freiberger, zu allem entschlossen, verdaddelten leider ihren letzten Angriff und konnten gegen die kompakte HSV Abwehr keinen Abschluss erzielen. So ging auch unser zweites Spiel unglücklich und nach Meinung aller Beteiligten unverdient verloren. Schade Jungs, aber diese Leistung macht Lust auf mehr und ihr seid in der Sachsenliga angekommen. Lasst euch von diesen Ergebnissen beflügeln und nicht entmutigen.